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Wie sieht das Sanitätshaus der Zukunft aus?

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SpectarisUmweltforum_01_Bei einem Sanitätshaus handelt es sich nicht um einen Händler von Wasserhähnen und Toilettenschüsseln oder gar um ein Haus für Sanitäter. Der Fachhandel für medizinische Hilfsmittel, die so genannten Leistungserbringer, wollen weg von ihrem verstaubten Image und neue Zielgruppen erreichen. Um neue Ideen zu generieren und sich auszutauschen, trafen sich jetzt rund 110 Vertreter von Herstellern medizinischer Hilfsmittel sowie Leistungserbringer zum Trendforum Hilfsmittel in Berlin.

Authentisch sein, eine eigene Haltung einnehmen und Emotionen wecken  -  so lautet zusammengefasst die Quintessenz der Vorträge im Umweltforum Berlin. Die Auftaktrede in der geschichtsträchtigen Auferstehungskirche hielt Christopher Lauer von der Piratenpartei Berlin. Er ermunterte die Zuhörer, sich zu fragen, warum sie das tun, was sie tun und ihre Zielgruppe mit klaren Botschaften anzusprechen. Egal, ob sie einen Toilettenstuhl verkaufen wollen oder Wahlkampf betreiben.

Einen weiteren Blick über den Tellerrand gab Augenoptiker Sven Empen mit zahlreichen Beispielen seiner eigenen Marketing-Aktionen. Lokale Vernetzung, Authentizität und kreative Ideen sind sein Erfolgsrezept. Für diese wurde er schon dreimal mit dem Marketingpreis der Augenoptik, dem Trendy, ausgezeichnet.

Zielgruppe der Sportbegeisterten gewinnen

Zwei Vertreter von Seiten des Sanitätshauses stellten ihre Rezepte für das Sanitätshaus der Zukunft vor. Das Sanitätshaus müsse weg von seinem alten Image und neue Zielgruppen für sich gewinnen, sagte Daniel Rekowski von Reha-aktiv. Mit einer eigenen Markenstrategie holen sie junge Sportbegeisterte in ihre Sanitätshäuser. Detlef Möller von Stolle Sanitätshaus sieht ebenfalls Chancen im 2. Gesundheitsmarkt: Viele Kunden seien bereit, für bessere Qualität beim medizinischen Hilfsmittel auf das Rezept aufzuzahlen. Auch sein Sanitätshaus setzt mit der eigenen Sparte „Vitalwelten“ mit Laufbandanalysen und Fußdruckmessung auf sportliche Kunden.

Ideen für Trends im Ladenbau und ein ansprechendes, zielgruppengerechtes Ambiente im Geschäft gab Jörg Sandhacker von stinova. Er riet, sich auf ein Sortiment zu spezialisieren und mit individueller Beratung hervor zu stechen. Zum Abschluss gab Ingrid Hammerschmidt, Profect Marketing, den Teilnehmern noch einmal mit auf den Weg: 80 bis 90 Prozent der Produkte verkaufen sich durch Emotionen! Um neue Kunden zu erreichen, solle man seine Zielgruppe kennen und auf Augenhöhe ansprechen.

Bereits zum dritten Mal bot der Branchenverband SPECTARIS mit dem Trendforum Hilfsmittel Vertretern des Hilfsmittelmarktes eine Plattform, um sich über aktuelle Entwicklungen der Branche sowie neue Ansätze zur Stärkung des Privatmarktes zu informieren.

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