Fechten Inklusiv

„Fechten Inklusiv“ nennt sich die Initiative, die sich der Förderung des Rollstuhlfechtens verschrieben hat. Wer glaubt, dass das Fechten im Rollstuhl vom Handicap der Sportler dominiert werde, der irrt. Nagel ist einer der Trainer der Initiative „Fechten inklusiv“ und hat selbst keine Behinderung. Durch das Kämpfen im Rollstuhl hat er seine Sportart noch einmal von einer anderen Seite kennengelernt erweitert. Durch die enge Mensur, also den sehr geringen Abstand der Fechter zueinander, gibt es viel weniger Zeit zu taktieren und dafür mehr Action. „Wer das Gefecht aktiv führt, ist beim Rollstuhlfechten klar im Vorteil.“ Nagel betont, dass auch beim Rollstuhlfechten der Kopf, also die mentale Stärke, entscheidend sei. Zudem wird in seinen Schilderungen deutlich, welche enorme körperliche Kraft die Rollstuhlfechter entwickeln müssen. Die Schnelligkeit etwa wird in der Bauchmuskulatur entwickelt. Wie gewaltig diese Kräfte sind, erkennt man, wenn die Sportler manchmal mit ihrem Rollstuhl und dem Gestell, in dem der Rollstuhl befestigt ist, in die Luft abheben. Während das Rollstuhlfechten in Deutschland wie der Fechtsport allgemein noch immer ein Nischendasein führt, seien andere Fechtnationen wie Frankreich oder Italien diesbezüglich schon weiter. Vielleicht sorge ja der Rollstuhlfechter Hüseyin Gasimov vom Team Werksviertel-Mitte in Zukunft für einen größeren Aufmerksamkeitsschub. Der ehemalige Boxer kämpfte sich bei den deutschen Meisterschaften bereits auf Platz drei. Sein großes Ziel sind die Paralympics 2024. Um sich dafür zu qualifizieren, muss Gasimov es schaffen, sich über die Teilnahme an Weltcups sowie Europa- und Weltmeisterschaften unter die besten 16 Rollstuhlathleten der Welt zu fechten.

www. fechten-inklusiv.de
Der Link zum Film „Faszination Rollstuhlfechten“: https://youtu.be/6sn_km0LYWI  

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