Nach Gerichtsurteil mit Exoskelett versorgt

ReWalk hat die Definitivversorgung von Andre van Rüschen, der laut der Pressemeldung als erster Querschnittgelähmter in Deutschland ReWalk beantragt hat, bekannt gegeben. Das Sozialgerichtsurteil folge auf zukunftsweisende vertragliche Vereinbarungen mit führenden Versicherern, die künftig die Versorgung mit Exoskeletten für qualifizierte Personen erleichtern werden.

ReWalk Robotics habe in diesem Jahr bereits über mehrere Vertragsabschlüsse mit deutschen Krankenversicherungen berichtet. „Diese Entscheidung ist symbolisch und bedeutsam für alle Deutschen mit einer Rückenmarkverletzung. Die Gerichtsentscheidungen, die Hilfsmittellistung und die jüngsten Verträge führender Versicherungsanbieter geben querschnittgelähmten Menschen, für die ReWalk für die Nutzung geeignet ist, die Möglichkeit, wieder gehen zu können”, so Larry Jasinsky, CEO ReWalk Robotics. Nachdem Andre van Rüschen mehrere Jahre für sein Recht auf eine Versorgung eingetreten ist, wurde er nun mit einem eigenen ReWalk für die alltägliche Nutzung versorgt. „Nach den ersten Gehversuchen und Testsessions wusste ich, dass ein eigenes Exoskelett mein Leben verändern wird. Im Alltag wieder stehen, gehen und Treppen steigen zu können, ist mehr als eine Bereicherung für mich und gleicht aus, was allein mit dem Rollstuhl nicht möglich ist. Auch wenn es bis zu meinem eigenen Exoskelett ein sehr langer Weg war, freue ich mich über die Entscheidung des Sozialgerichts. Hoffentlich hat dieses Urteil eine Signalwirkung für den Versorgungsprozess mit Exoskeletten in Deutschland, sodass andere Querschnittgelähmte schneller die Vorteile dieser Technologie im Alltag nutzen können”, so Andre van Rüschen.

Die letzten Urteile zur Versorgung mit Exoskeletten zeige eine klare positive Entwicklung. „Sowohl in der gesetzlichen Krankenkasse als auch in der Berufsgenossenschaft und zum Teil bei der privaten Krankenversicherung bestehen gute Chancen, dass die Kosten für die Versorgung mit einem Exoskelett übernommen werden, wenn diese Hilfsmittel im täglichen Leben gebraucht werden”, so Ralf Müller-Päuker (Fachanwalt für Medizin-, Sozial- und Versicherungsrecht), der Andre van Rüschens Fall vor Gericht vertreten hat.

www.rewalk.com

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