Auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft
Autor: Redaktion 05. Dezember 2011
Menschen mit Behinderungen bei allen Maßnahmen der Entwicklungshilfe von Anfang an mit einzubeziehen und somit eine bessere Welt für alle zu schaffen - das ist die Kernforderung zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember. Dieser Aufgabe stellt sich auch die Christoffel-Blindenmission (CBM), die rund 800 Projekte in fast neunzig Entwicklungsländern fördert. Weltweit leben mehr als eine Milliarde Menschen mit Behinderungen, rund achtzig Prozent davon in Entwicklungsländern. "Unser Gesamtziel ist auch dort, eine inklusive Gesellschaft, in der nichtbehinderte und behinderte Menschen die gleichen Chancen und Rechte haben", erklärt Dr. Rainer Brockhaus, Direktor der CBM.
Basis dafür sei die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Sie verpflichte auch die Bundesrepublik Deutschland, Menschen mit Behinderungen bei der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit aktiv mit einzubeziehen. Das bedeute, dass gesellschaftliche Strukturen inklusiv gestaltet seien, sodass sie allen Menschen mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten von Anfang an gerecht würden.
„In einem konkreten Beispiel reicht es also nicht, einem kleinen Mädchen, das aufgrund einer körperlichen Behinderung nicht laufen kann und davon träumt, die Schule zu besuchen, einen Rollstuhl zu Verfügung zur stellen“, verdeutlicht die CBM. Denn oft seien die Wege mit einem Rollstuhl nicht befahrbar. Werde daher ein neuer Weg geplant, müssten von Anfang an alle Dorfbewohner mit und ohne Behinderungen berücksichtigt und mit einbezogen werden. Schulen müssten so gestaltet werden, dass sie zugänglich für Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen seien. Das Ergebnis sei eine deutlich höhere Lebensqualität für alle Menschen, egal ob sie eine Behinderung haben oder nicht.
„Durch die Inklusion von Menschen mit Behinderungen werden Gesellschaften vielfältiger und reicher werden“, sagt CBM-Direktor Brockhaus und betont: „Uns ist bewusst, dass wir erst am Anfang dieser Entwicklung stehen. Wichtig ist: Wir steuern auf das Ziel zu, aber wir dürfen nicht nachlassen und auf halbem Wege stehen bleiben.“ Das Hauptziel der CBM sei es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern.
Die CBM ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Fachorganisation anerkannt und hat seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN). Vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) wird die CBM zu den anerkannten und empfohlenen Spendenwerken gezählt.
Mehr Informationen unter www.cbm.de












