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Nullschwelle im Neubau

Barrierefreies Bauen erlaubt keine ein bis zwei Zentimeter hohen Türanschlagdichtungen, sondern verlangt die Nullschwelle. An zahlreichen Außentüren im Neubau sind sie in Wohnimmobilien und Gebäuden eigentlich seit Jahren vorgeschrieben. So regelt es auch die DIN 18040, die schon lange in den meisten Bundesländern bindend ist. Auch wer KfW-Zuschüsse für eine als barrierefrei deklarierte Tür in Anspruch nehmen will, muss technisch mögliche Nullschwellen ohne Türanschlag für den Bestand umsetzen. Doch offensichtlich ist
dies nicht hinreichend bekannt, denn Nullschwellen werden längst nicht überall dort eingebaut, wo sie zwingend gefordert wären, weiß Ulrike Jocham, die Frau Nullschwelle. Sie referierte beim ersten BPH-Online-Stammtisch (Bundesverband ProHolzfenster e.V.)

„Für Fensterbauer birgt dies eine enorme Haftungsgefahr, selbst, wenn der Planer oder Architekt es in der Ausschreibung anders festgelegt hat”, so Ulrike Jocham. Als Fensterbauer müsse man wissen: Die DIN 18040 stehe als anerkannte Regel der Technik und als bauordnungsrechtlich eingeführte Norm über dem RAL-Leitfaden. Technisch seien schwellenfreie und niveaugleiche Übergänge problemlos umsetzbar. Allerdings müssten Nullschwellen inklusive Entwässerung, Bauwerksabdichtungen und Bodenanschlüssen fachgerecht verbaut werden. „Neben offiziellen Dichte-Klassifizierungen gilt es die Langzeitbewährung in Einbauten zu untersuchen. Die am längsten
auf dem Markt vorhandene Nullschwelle mit Magnet-Dichtungen zeigt bereits seit 1996 Systemsicherheit in der Praxis und seit 2001 die offiziell geprüfte Schlagregendichtheit vom mindestens der Klasse 9A.“

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Veröffentlicht in: Nachrichten

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