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Post-COVID im Rehasport

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass auch nach Abklingen der Akutbeschwerden einer Corona-Infektion die Funktion verschiedener Organe weiterhin beeinträchtigt sein können. Diese Symptome werden unter der Bezeichnung „Post-COVID-Syndrom” zusammengefasst. Der DBS stellt sich die Frage, ob hier der ärztlich verordnete Rehabilitationssport einen wichtigen Beitrag leisten kann? Der Rehabilitationssport verfolge einen ganzheitlichen Ansatz, bietet Hilfe zur Selbsthilfe und zielt ab auf eine Verbesserung von Ausdauer, Kraft, Koordination und Flexibilität, zum anderen der Verbesserung der Körperwahrnehmung und der Entspannung, darüber hinaus wird auch depressiven Zuständen und Ängsten entgegengewirkt. „Kurz- und mittelfristig ist davon auszugehen, dass immer mehr Betroffene den Weg in die Rehabilitationssportangebote der Vereine finden werden”, so Katrin Kunert (DBS-Vizepräsidentin für Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport). Besonders wichtig sei daher, die Vereine und Übungsleiter auf die kommenden Herausforderungen und die neue Zielgruppe im Rehabilitationssport vorzubereiten. „Wir müssen ihnen Unterstützungshilfen und Informationen bieten. Nur so können wir flächendeckende und qualitativ hochwertige Angebote sicherstellen, sobald vermehrt Lockerungen möglich sind.”

Vor diesem Hintergrund hat der DBS unter anderem folgende Maßnahmen angestoßen:

Durchführungsempfehlungen: Rehabilitationssport bei Lockerungen von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen

Wie kann der Rehabilitationssport unter Pandemie-Bedingungen sicher durchgeführt werden? Der DBS hat hierzu Durchführungsempfehlungen für den Rehabilitationssport erarbeitet, welche mit Verhaltens- und Hygieneregeln die Vereine bei Lockerungen von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen unterstützen sollen. Bei der Wiederaufnahme des Übungsbetriebs gelten vorrangig die länderspezifischen Regelungen.

Leitfaden für Vereine: Einordnung für Covid-19-Betroffene in den Rehabilitationssport

Kurzatmigkeit, Veränderungen am Herzen oder auch orthopädische Probleme durch lange Liegedauer und Muskelabbau – eine COVID-19-Erkrankung kann viele Auswirkungen haben. Daher muss die Zuordnung der Betroffenen in die Rehabilitationssportgruppen individuell erfolgen. Welche neuen, corona-spezifischen Codes auf den Rehabilitationssportverordnungen zu finden sein könnten und wie die Betroffenen entsprechend der Diagnosestellung der verordnenden Ärzte eingruppiert werden sollten, hat der DBS in einer Übersicht zusammengefasst.

Übungsleiterqualifizierung: Web-Seminar „COVID-19 und Rehabilitationssport“

Was müssen Übungsleiter von Rehabilitationssportgruppen bei der Betreuung von Post-COVID-Betroffenen beachten? Welche Besonderheiten bringt die Erkrankung mit sich? Um diese Fragen zu klären, bietet der DBS Web-Seminare an. Inhaltlich werden die Grundlagen, mögliche Auswirkungen, Spät- und Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung sowie die Relevanz für den Rehabilitationssport thematisiert.

Die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern am 3. März 2021 geben laut einer Pressemeldung darüber hinaus den Sportvereinen auch für den Breitensport einen ersten Hoffnungsschimmer auf die Rückkehr in aktives Sporttreiben. Die einzelnen Schritte zur Öffnung sind an Bedingungen geknüpft und mit Fristen verbunden. Hier gibt es eine erklärende Grafik des DOSB.

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Veröffentlicht in: Nachrichten

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