Gemeinsam für den wissenschaftlichen Fortschritt

Durch technologische Innovation kann die Lebensqualität von Menschen verbessert werden, die auf Prothesen angewiesen sind. Der Össur- und Ottobock-Research Trust Fund wurde an der Universität von Island gegründet, um wissenschaftliche Forschung in der Prothetik weiter voranzutreiben. Össur und Ottobock laden Forscher und Forscherinnen auf der ganzen Welt dazu ein, die Anwendbarkeit von Mensch-Maschine-Schnittstellen zum Nutzen von Prothesenanwendern zu analysieren und zu validieren. Ausgewählte Forschungsprojekte werden mit 150.000 bis 500.000 USD und einer Laufzeit von bis zu drei Jahren gefördert. Internationale Forscher können sich bis Ende 2022 bewerben. Eingereichte Projekte sollen sich auf Forschungsfragen konzentrieren, die sich unmittelbar auf die Anwendbarkeit der Mensch-Maschine-Schnittstellen in der Prothetik auswirken. Dabei kann es sich um den Bereich technischer Lösungen handeln, aber auch um klinische Anwendungen oder sogar um psychologische und ethische Fragen. Der Fonds kann nationale oder internationale Forschungsprogramme ergänzen, wie das DARPA Haptics Programm oder einige europäische Förderinitiativen. Es wäre zu begrüßen, wenn die vorgeschlagenen Forschungsprojekte Nutzen aus den Ergebnissen solcher Programme oder Initiativen ziehen. Der internationale wettbewerbsorientierte Fond ist offen für alle Vorschläge zu angewandten wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit Schwerpunkt auf:

  • Validierung der Funktion von Steuerungssystemen (z. B. neuronale oder EMG-Steuerung) für Prothesen (mit oder ohne sensorisches Feedback)
  • Validierung der Kompatibilität/Nutzbarkeit neuartiger Steuerungsmethoden mit derzeit verfügbaren prothetischen Hilfsmitteln
  • Weiterentwicklung des Technological Readiness Level (TRL) von Hilfsmitteln/Komponenten für die Steuerung von Prothesen, bei denen bereits ein Konzeptnachweis am Menschen erbracht wurde
  • Wer kann sich bewerben? Forscher und Forscherinnen oder Forschungsteams, die eine angemessene Erfolgsbilanz in der einschlägigen Forschung vorweisen können. Das können Wissenschaftler oder Studierende sein, die in Forschung an Universitäten, Forschungsinstituten, in klinischen Teams sowie Unternehmen aus der ganzen Welt involviert sind
  • Finanzierung: Angenommene Projekte werden in einer Größenordnung von 150.000 bis 500.000 USD  gefördert
  • Zuschussfähige Kosten: Personalkosten, Reisen, Verbrauchsgüter, Gemeinkosten (pauschal 25 % der direkten Kosten)
  • Dauer der Projektfinanzierung: Max. 3 Jahre
  • Abgabe: Vor dem 31. Dezember 2022
  • Nächste Schritte: Bei einer Auswahl zur nächsten Runde werden Sie eingeladen, Ihr Projekt bis Ende März 2023 einem Gremium zu präsentieren. Der Förderzeitraum wird voraussichtlich am 01.07.2023 beginnen.
  • Weitere Informationen gibt es auf der Bewerbungsseite der Universität Island: http://sjodir.hi.is/node/16445

 

Zur Bewerbung

Weitere Artikel

Fitnessapp für Menschen mit Querschnittlähmung

ParaGym ist ein noch bis Februar 2023 laufendes, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Projektnamen „FIT-IN3 – ein inklusiver, interaktiver und intelligenter...

„Auch Jüngere mit Handicap sollten einen Schwerbehindertenausweis beantragen!“

Gemäß einer aktuellen Statistik hat nahezu jeder zehnte Deutsche einen Schwerbehindertenausweis und damit eine Behinderung mit einem Grad von mindestens 50. Allerdings handelt es...

Jürgen Dusel eröffnete die REHAB Karlsruhe 2022

Die 21. Europäische Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion (REHAB) wurde am 23. Juni 2022, von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die...

Soziale Medien

0NachfolgerFolgen

Letzte Beiträge