Ottobock bei der OTWorld 2022

#WeEmpowerPeople. Das ist der Auftrag von Ottobock und das Leitmotiv des diesjährigen Messeauftritts des Healthtech-Unternehmens bei der OTWorld. Die internationale Leitmesse der Technischen Orthopädie und der dazugehörende Weltkongress finden vom 10. bis 13. Mai 2022 in Leipzig statt. Ottobock präsentiert laut einer Pressemeldung auf seinem Messestand (Halle 5 / C18) Neuheiten und Innovationen in drei Themenwelten: Prothetik, NeuroMobility und Digital Business Solutions. „In Leipzig treiben wir gemeinsam mit unseren Partnern, den orthopädietechnischen Fachbetrieben und Sanitätshäusern, das Futuring der Branche voran. Orthopädietechnik goes digital. Wir bringen Digitalisierung und innovative Technologien an den Menschen“, so Professor Hans Georg Näder, Eigentümer und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Ottobock SE & Co. KGaA. „Technik, die dem Menschen dient, ist dabei unsere Ambition. Mehr Sensorik, mehr Vernetzung, mehr KI.“ Zu den Highlights auf dem Messestand gehören das 25-jährige Jubiläum der C-Leg Knieprothese, die Präsentation des ganzheitlichen Versorgungsansatzes NeuroMobility sowie die Produkte und Möglichkeiten der digitalen Werkstatteinrichtung. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die Event-Fläche. Dort finden stündlich interaktive Shows mit Demo-Anwendern und Experten statt, die im Anschluss auf der Homepage von Ottobock als Videos einsehbar sind.

Auf der OTWorld feiert Ottobock den Geburtstag und die Erfolgsgeschichte des ersten vollständig mikroprozessor-gesteuerten Prothesenkniegelenkes. Professor Näder präsentierte das C-Leg erstmals am 10. Mai 1997 auf dem Prothetik-Weltkongress in Nürnberg – genau 25 Jahre vor dem Eröffnungstag der OTWorld 2022. Zum 25-jährigen Jubiläum des mechatronischen Kniegelenks bringt Ottobock jetzt ein Update des C-Legs auf den Markt. Dieses rückt die Bedürfnisse der Anwender nach Sicherheit und Individualisierbarkeit noch stärker in den Fokus. Zu den neuen Features gehören der Stolperschutz Plus, zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten über MyMode+, eine Trainingsfunktion, längere Akkulaufzeit sowie neue Designoptionen. Ein weiteres Highlight auf dem Messestand ist die Themenwelt NeuroMobility. Unter diesem Namen fasst Ottobock die ganzheitliche Versorgung von Patienten mit neurologischen Indikationen zusammen. Gemeinsam mit Sanitätshäusern schafft das Unternehmen Gesamtlösungen für mehr Teilhabe von Menschen mit Rückenmarksverletzungen, Zerebralparese, Multipler Sklerose oder Lähmungen aufgrund eines Schlaganfalls. Das beinhaltet auch die individuelle Kombination von Produkten, etwa mit funktioneller Elektrostimulation, dem computergesteuerten Orthesensystem C-Brace, Rollstühlen sowie dem Exopulse Mollii Suit. Der Anzug ist mit 58 Elektroden bestückt, die geschultes Fachpersonal per Steuerung einstellt. Niederfrequente Elektrostimulation kann die Muskeln entspannen, stellt bei Spastiken das gehemmte Gleichgewicht zwischen Muskelpaaren wieder her und reduziert Schmerzen. Dies kann sich positiv auf den Bewegungsspielraum, das Gleichgewicht, das Gangbild und die Lebensqualität auswirken, wie Demo-AnwenderInnen am Stand eindrucksvoll zeigen. Der dritte Themenschwerpunkt auf der Messe zeigt Lösungen, die Orthopädiebetrieben den Einstieg in die digitale Patientenversorgung ermöglichen. Ein Beispiel ist „iFab EasyScan“, bestehend aus einem Scanner sowie eigens entwickelter Scan-Software. Die Anwendung ist schnell und intuitiv und kann dank des mobilen Scanners überall durchgeführt werden, etwa im Krankenhaus. Die digitale Maßabnahme ist für Patienten wesentlich angenehmer als das traditionelle Gipsen. Auch die weiteren Phasen in der Versorgung – Produktmodellierung, Bestellung und Produktion – können jetzt digital ablaufen, unter anderem über die Ottobock iFab (Servicecenter für individuelle Fabrikation). Dort entstehen seit 2021 die ersten Produkte im 3D-Druckverfahren, wie der neue MyFit TT Schaft für Menschen mit einer Unterschenkelamputation. Die vernetzten digitalen Prozesse ermöglichen eine schnellere Versorgung und schaffen dadurch Freiräume für eine engere, persönlichere Betreuung der AnwenderInnen. Auch die Reproduzierbarkeit eines softwarebasierten 3D-Modells ist ein echter Vorteil für OrthopädietechnikerInnen, weil es für eine gleichbleibend hohe Qualität der Hilfsmittel sorgt. Um Abläufe in orthopädischen Werkstätten noch weiter zu verbessern hat Ottobock das OrthoLean-Konzept entwickelt. ExpertInnen aus dem Team „Planen & Einrichten, Materialien“ unterstützen Orthopädiebetriebe dabei, ihre Arbeitsprozesse optimal aufeinander abzustimmen und so kostengünstiger zu produzieren.

iFab EasyScan bietet Orthopädietechnikern einen bequemen Einstiegspunkt in die Digitalisierung ihrer Arbeitsabläufe. Fotos: Ottobock

Weitere Artikel

Gemeinsam für den wissenschaftlichen Fortschritt

Durch technologische Innovation kann die Lebensqualität von Menschen verbessert werden, die auf Prothesen angewiesen sind. Der Össur- und Ottobock-Research Trust Fund wurde an der...

Digitalisierung in Medizin und Pflege

Jährlich werden in Deutschland rund 55.000 Amputationen an den unteren Extremitäten durchgeführt. Ein Großteil der betroffenen Patientinnen und Patienten benötigt eine dauerhafte orthopädietechnische Versorgung,...

Flexibel versorgen mit Containerlösungen

Die prothetische und orthetische Versorgung von Patienten ist in vielen Ländern mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Oft fehlt es an ausreichend Platz, einer Stromversorgung oder...

Soziale Medien

0NachfolgerFolgen

Letzte Beiträge