Probanden für Studie gesucht

Teilhabebezogene Zielerreichung durch Heil- und Hilfsmittel bei Patienten mit mobilitätseinschränkenden Lähmungssyndromen: Eine multizentrische prospektive Beobachtungsstudie mit zwei Schwerpunktregionen DRKS.

Ein zentrales Ziel der stationären Rehabilitation von neurologischen Patienten mit Lähmungssyndromen infolge Schlaganfall oder Querschnittlähmung ist die bestmögliche Wiederherstellung der Mobilität als Fußgänger oder Rollstuhlfahrer. Es fehlen bisher Daten, wie sich nach stationärer medizinischer Rehabilitation und Übergang in das häusliche Umfeld der erreichte Mobilitätsstatus trotz ambulanter Physiotherapie und Mobilitätshilfen entwickelt. Mit NeuroMoves soll die aktuelle Versorgungssituation von Menschen mit Mobilitätseinschränkung nach Schlaganfall oder Querschnittlähmung nach Entlassung aus der stationären Erstbehandlung untersucht werden. Über insgesamt acht Monate möchten die Organisatoren die Versorgungssituation nach Entlassung aus der Klinik, vor allem im Hinblick auf Physiotherapie und Mobilitätshilfen (z.B. Rollstuhl) erfassen. Hierfür sollen Betroffene und deren Physiotherapiepraxis hinsichtlich Behandlungszielen befragt werden.

Zu diesem Zweck erhalten die Probanden für die Studiendauer einen Tablet-Computer mit einer App, die entsprechende Fragebögen enthält. Zusätzlich werden die im Alltag zurückgelegte Strecke mittels eines Aktivitätssensors objektiv messen. Aus diesen Mobilitätsdaten soll erarbeitet werden, inwieweit die Versorgungsqualität und die Entwicklung der Mobilität im Alltag zusammenhängen. Die Daten der NeuroMoves-Studie sollen letztendlich dazu beitragen, die ambulante Versorgung bei Patienten mit Schlaganfall und Querschnittlähmung zu verbessern.

An der Studie teilnehmen können all die, die neu aufgetretene mobilitätseinschränkenden Lähmungssyndrome infolge einer Querschnittlähmung oder eines Schlaganfalls haben, zwischen 18 und 85 Jahren alt sind und innerhalb der letzten sechs Wochen aus der Klinik entlassen wurden.

NeuroMoves ist eine vom Innovationsauschuss des Gemeinsamen Bundesauschuss geförderte multizentrische Studie mit zwei Schwerpunktregionen in Deutschland (Rhein-Neckar-Raum und Schleswig-Holstein). Neben der Klinik für Paraplegiologie des Universitätsklinikums Heidelberg (Projektleitung) sind folgende Spezialzentren zur Behandlung/Rehabilitation von Querschnittgelähmten und Patienten nach Schlaganfall beteiligt: Kliniken Schmieder (Heidelberg), Heinrich-Sommer-Klinik (Bad Wildbad), Sankt-Rochus-Klinik (Bad Schönborn), Segeberger Kliniken GmbH (Bad Segeberg), August-Bier-Klinik (Bad Malente), Klinikum Bad Bramstedt GmbH (Bad Bramstedt), BG Klinikum Hamburg.

Mehr Informationen gibt es hier.

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