Behindertenbeauftragte kritisiert GDL –Chef Claus Weselsky

Behindertenbeauftragte Verena Bentele. Foto:  Tom Maelsa
Behindertenbeauftragte Verena Bentele. Foto: Tom Maelsa

Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, kritisiert die Äußerungen des GDL-Chefs Claus Weselsky vom vergangenen Mittwoch scharf: „Seine markige Wortwahl und die Tatsache, dass er 2010 schon einmal Ähnliches gesagt hat, lässt keinen anderen Schluss zu, als dass er gezielt Menschen mit Behinderungen diskriminieren wollte. Auch seine sogenannte Entschuldigung ändert daran überhaupt nichts. Die Würde jedes Menschen ist unantastbar, das ist klar. Auch in Momenten emotionaler Erregung sind polemische Äußerungen wie diese also nicht zu tolerieren. Die Gewerkschaft sollte sich überlegen, ob jemand mit dieser Geisteshaltung als oberster Repräsentant weiterhin tragbar ist.“

Weselsky hatte auf einer Protestveranstaltung seiner Gewerkschaft in Fulda vergangenen Mittwoch gesagt: „Wenn sich zwei Kranke miteinander ins Bett legen und ein Kind zeugen, da kommt von Beginn an was Behindertes raus.“ Diesen Vergleich zog er, um die Vereinigung der beiden Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu bewerten. Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung vom 24.8.2010 hatte er bereits Ähnliches zu diesem Thema geäußert. Damals sagte er „Wenn zwei Kranke wie hier zusammen ins Bett gehen, ist die Gefahr groß, dass das Kind ein Pflegefall wird.“

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