Broschüre wirbt für Barrierefreiheit bei Veranstaltungen

Menschen mit Behinderung bleibt der Besuch von Veranstaltungen mangels Barrierefreiheit oftmals verwehrt. (Foto: © DWP – Fotolia.com)

Menschen mit Mobilitätsbehinderung bleibt der Besuch vieler öffentlicher Veranstaltungen mangels Barrierefreiheit oftmals verwehrt. Die nordrhein-westfälische Stadt Oberhausen hat nun eine Broschüre herausgebracht, die Veranstalter Tipps und Hinweise für eine barrierefreie Gestaltung gibt. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, entstand die Idee, nachdem sich zahlreiche Bürger mit Handicap im Büro für Chancengleichheit beschwert hatten. Sie gaben an, viele Feste und Feiern nicht besuchen zu können. Die Broschüre soll nun Veranstalter anregen, sich stärker mit dem Thema der Barrierefreiheit auseinanderzusetzen.

Im Fokus stehe dabei nicht die vollendete Perfektion, denn auch kleine Maßnahmen könnten schon viel bewirken. Dies beziehe sich auf Maßnahmen wie Rampen für Rollstuhlfahrer, Wege ohne Pflasterung und besondere Fußbodengestaltung für Sehbehinderte.  Oft vergessen werde auch eine Rollstuhltribüne oder ein Gebärdendolmetscher. Weiter wirbt die Broschüre, dass auch beim Verkauf und beim Service die Barrierefreiheit bedacht werden sollte. Dies betreffe beispielsweise für Rollstuhlfahrer geeignete Verkaufstheken und Tische. Oft mangelt es aber bereits vor der Veranstaltung an der Umsetzung. Flyer und Plakate seien oft für Menschen mit Lernbehinderung nur schwer zu verstehen, Sehbehinderte scheitern am mangelnden Kontrast der Farben. Auch Webseiten sollten in leichter Sprache formuliert und mit Vorlesefunktion ausgestattet sein.

Die Broschüre ist erhältlich im Büro für Chancengleichheit in Oberhausen
(Emai: chancengleichheit@oberhausen.de)

(Foto: © DWP – Fotolia.com)

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