Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Schwerbehinderung stagniert

Arbeitslosigkeit Schwerbehinderte
Die meisten Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen kennen inzwischen die Fördermöglichkeiten für die Beschäftigung von Schwerbehinderten, hat eine Studie der Aktion Mensch ergeben. Foto: LWL

Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung stagniert. Wie der jüngste Bericht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigt, ging die Zahl im März nur um 54 gegenüber dem Vormonat zurück. Insgesamt waren Ende Juni in Westfalen-Lippe 22.660 Menschen mit Schwerbehinderung ohne Arbeit (13.853 Männer und 8.807 Frauen). Das sind 641 mehr als im Vorjahr. „Ebenso wie bei den Arbeitslosen allgemein ist die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in Westfalen-Lippe im Juni 2014 nur geringfügig zurückgegangen. Die Entwicklung ist aber zumindest besser als in NRW insgesamt, wo es einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen gegeben hat“, sagte LWL-Sozialdezernent Matthias Münning in seiner Bewertung der aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in Westfalen-Lippe.
„Die Fördermöglichkeiten des LWL-Integrationsamts und der Agenturen für Arbeit für die Einstellung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen sind den Arbeitgebern hierzulande bekannt – dies haben 85 Prozent der in der Studie „Inklusionsbarometer Arbeit“ der Aktion Mensch befragten Personalverantwortlichen aus NRW angegeben. Deshalb hoffe ich, dass sich der Arbeitsmarkt für die schwerbehinderten Menschen nach den Sommerferien noch positiver entwickeln wird“, so Münning weiter.
Das LWL-Integrationsamt hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten. Neben der technischen Ausstattung behinderungsgerechter Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in der Arbeit der LWL-Abteilung.

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