Ein Gericht spricht Tacheles

Vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Speyer wurde vergangenen Montag Klartext gesprochen. Vor Gericht standen zwei Geschäftsführerinnen eines Intensivpflegedienstes. Die beiden selbst hochqualifizierten Fachpflegekräfte hatten über Jahre verschiedene Krankenversicherer – laut Gericht gewerbsmäßig – betrogen. Während die teure Intensivpflege abgerechnet wurde, waren vor Ort beim Patienten nicht anerkannte Pflegekräfte, häufig aus dem Ausland kommend, eingesetzt. Die beiden geständigen Angeklagten wurden zu jeweils einem Jahr und zehn Monaten beziehungsweise zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die durch die Straftaten erbeuteten Gewinne sollen einbezogen werden. Wie sich das in die Praxis umsetzen lässt, bleibt fraglich; der Pflegedienst als GmbH ist zwischenzeitlich insolvent. Ob die Mittel der Verurteilten ausreichen, den Schaden auszugleichen ist zumindest zweifelhaft.

Eine Revision ist für alle Beteiligten noch möglich.

Weitere Artikel

Stefan Kiefer wird neuer Generalsekretär des DBS

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bekommt einen neuen Generalsekretär: Der 56-jährige Stefan Kiefer übernimmt die Position im Sommer 2022 und folgt damit auf Torsten Burmester,...

Messevorschau REHAB 2022

Vom 23. bis 25. Juni 2022 öffnet die REHAB bereits zum 21. Mal ihre Tore. Rund 350 Ausstellende aus insgesamt 18 verschiedenen Ländern werden...

Gemeinsam für den wissenschaftlichen Fortschritt

Durch technologische Innovation kann die Lebensqualität von Menschen verbessert werden, die auf Prothesen angewiesen sind. Der Össur- und Ottobock-Research Trust Fund wurde an der...

Soziale Medien

0NachfolgerFolgen

Letzte Beiträge