Oliver Raach beim „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet

Sonderpreis für das Lebenswerk eines Mutmachers

Bei der diesjährigen Gala zum „Großen Preis des Mittelstandes“ standen nicht nur herausragende Unternehmen im Rampenlicht. Auch eine Einzelperson wurde geehrt: Oliver Raach, ein Mutmacher für Menschen mit Behinderung. Er erhielt den Sonderpreis für sein Lebenswerk.

Raach

Der 50-Jährige aus dem schwäbischen Aichelau ist Direktor der Paravan-Stiftung und Ehren-Sachverständiger für die Mobilität körperbehinderter und hirnverletzter Menschen. Raach hatte sich 2005 nach einem schweren Autounfall aus dem Koma ins Leben zurückgekämpft. Seither setzt er sich für Menschen mit Handicap ein.

1999 fand Oliver Raach als studierter Betriebswirt und Kfz-Meister ein ideales Betätigungsfeld bei dem Unternehmen Paravan. Dort entstehen Fahrzeuge, mit denen sogar Schwerstbehinderte selbständig am Straßenverkehr teilnehmen können. Bald veröffentlichte Raach den Ratgeber „Mut zur Mobilität“, der zigtausende Leser fand. Er wurde der erste öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für die Mobilität von körperbehinderten Menschen in Deutschland.

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2005 erlitt Raach bei einem schweren Autounfall mehrere Schädelfrakturen mit schweren Hirnverletzungen und Hirnblutungen, Wirbel- und Rippenbrüche, Milz- und Leberrisse, innere Blutungen und eine beidseitige Lungenquetschung. Vier Wochen lag er im Koma, aus ärztlicher Sicht ein hoffnungsloser Fall. Doch mit enormer Willensstärke kämpfte sich Raach wieder ins Leben. Er trainierte eisern Körper und Geist, gewann sein Sprach-, Bewegungs- und Denkvermögen zurück. Und engagierte sich beruflich und ehrenamtlich mit ansteckendem Optimismus.

Der tiefe Einschnitt hat Raach neues Bewusstsein für die Lebenssituation behinderter Menschen verliehen. Heute ist Oliver Raach ein fröhlicher Kämpfer für die soziale Inklusion. Er hat zahllosen Menschen mit Handicap, Hirnverletzungen, Schlaganfallpatienten, behinderten Kindern und ihren Familien aus persönlichen Notsituationen geholfen. „Meine wichtigsten Ziele sind, behinderten Kindern eine Lobby zu verschaffen und die Probleme und Chancen hirnverletzter Menschen in die Öffentlichkeit zu bringen“, so der Preisträger.

 

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