Ottobock-Chef fordert Rücktritt von IOC-Präsident

Ottobock
Hans Georg Näder: „Thomas Bach muss zurücktreten.“ Foto: Ottobock

Dass der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Ende der Olympischen Spiele die Paralympics würdigt und mindestens die Eröffnungsfeier besucht, hat Tradition. Nicht so IOC-Präsident Thomas Bach, der den Paralympics bisher fern geblieben ist.

Heftig kritisiert wird seit Monaten auch der Umgang des umstrittenen Spitzenfunktionärs mit Doping und Korruption.

Nun meldet sich der Chef des wichtigen Paralympics-Sponsors Ottobock, Hans-Georg Näder, im Tagesspiegel zu Wort und fordert: „Bach muss zurücktreten.“

Näder erklärt:  „Bach blamiert Deutschland und beschädigt durch sein Verhalten massiv die olympische Bewegung, weil er nicht klar Position bezieht zu Korruption im IOC und zum Doping – eine Problematik, die nicht nur auf Russland beschränkt ist.“

Wegen des staatlich organisierten Dopings waren Russische Athleten – anders als bei den Olympischen Spielen – von den Paralympics komplett ausgeschlossen. Dem Tagesspiegel erklärte Näder dazu:  „In einer Welt, die sowieso aus dem Gleichgewicht geraten ist, wo alle klugen politischen Köpfe und alle Global Citizens mit Einfluss versuchen, ruhig Kopf zu bewahren, hat Thomas Bach die olympische Idee, die gerade in dieser Zeit eine wichtige Vorbildfunktion haben könnte, durch sein Misleadership schwer beschädigt. Der IOC-Präsident hat es nicht mal geschafft, die Paralympics bei seiner Schlussrede auch nur zu erwähnen.“

 AWS

Weitere Artikel

Letzte Beiträge