Paralympics: Sportler statt Held

Anna
Anna Schaffelhuber: „Ich sehe die Behinderung definitiv nicht als Schicksal. Schicksal ist für mich negativ behaftet. Der Rollstuhl ist für mich absolut normal und selbstverständlich. Deshalb gibt’s auch nichts zu überwinden. Das Skifahren ist meine Leidenschaft und nichts anderes.“ (Foto: Michael Knaus / Leidmedien.de)

Die Berichterstattung über die Paralympischen Spiele kommt zunehmend im Mainstream an: Sie schafft mehr Aufmerksamkeit für behinderte Sportlerinnen und Sportler und unterhält auch noch. Doch die Überhöhung der Spitzenathleten mit Behinderung zu “Helden” kann auch Distanz schaffen zu Menschen, die nach einem Unfall ihren Weg zurück in den Alltag suchen.

Die Anzahl der Berichte stieg zu den Sommerspielen 2012 und durch publikumswirksame Kampagnen wuchs auch das Interesse an den Tickets. Die Sportlerinnen und Sportler begrüßen diese Entwicklung, doch wünschen sich viele eine andere Art der Berichterstattung: Zum Beispiel weg vom Bild des „Helden“ hin zum Bild des „Sportlers“. Das Projekt Leidmedien.de hat zum Start der Paralympics ein Online-Dossier geschaffen, das Journalistinnen und Journalisten Tipps für geeignete Begriffe und mögliche Themen in ihrer Berichterstattung gibt.

Die Idee hinter Leidmedien.de:
„Leidmedien.de“ ist eine Internetseite für Journalistinnen und Journalisten, die über Menschen mit Behinderungen möchten. Aus der Sicht von behinderten und nicht behinderten Medienschaffenden haben die Macher Tipps für eine Berichterstattung aus einer anderen Perspektive und ohne Klischees zusammengestellt. Hintergrund ist die Beobachtung, dass behinderte Menschen in den Medien oft einseitig dargestellt werden. „Leidmedien.de“ ist ein Projekt der SOZIALHELDEN in Kooperation mit der Aktion Mensch.

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