Prozessauftakt: Paralympics-Star Pistorius vor Gericht

Paralympics-Star Pistorius (Foto: CC BY-NC-SA 2.0, David Ian Roberts)
Paralympics-Star Pistorius (Foto: CC BY-NC-SA 2.0, David Ian Roberts)

Der südafrikanische Paralympics-Star Oscar Pistorius muss sich seit gestern vor einem Gericht für den gewaltsamen Tod an seiner Freundin verantworten. Begonnen hatte der Prozess am Montagvormittag mit der Verlesung der Anklage. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Behindertensportler des Mordes, des Verstoßes gegen das Waffengesetz  und wirft ihm illegalen Waffenbesitz vor. Der Angeklagte plädierte am Montag in allen Punkten für nicht schuldig. Laut Aussage des Sportlers habe er in der Tatnacht angenommen, dass Einbrecher in sein Haus eingedrungen waren. Ohne Prothesen sei er in Panik Richtung Toilette gegangen und habe durch die geschlossene Tür geschossen. Die Beschuldigungen der Anlage bezeichnete einer seiner Anwälte als substanzlos.

Der Montag war vor allem durch eine Zeugenaussage geprägt. Eine Nachbarin sagte aus, in der Nacht Schreie einer Frau gehört zu haben. Anschließend seien vier Schüsse gefallen. Pistorius bleibt bei seiner Version der Tatnacht. Die angesetzten drei Wochen werden für den Prozess wohl kaum ausreichen, teilt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Das habe man schon nach dem ersten Tag gemerkt. „Es hängt davon ab, wie schnell wir mit den Zeugen durch sind“, erklärte Nathi Mncube von der Staatsanwaltschaft. „Ich glaube aber nicht, dass wir in drei Wochen ein Urteil haben werden. Wir werden sicher einiges erreicht haben. Aber für ein Urteil wird es dann noch zu früh sein.“

(AWS)

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