Rollatoren auf dem Prüfstand

Invacare_Rollator Dolomite Jazz_frei_030214
Der „Dolomite Jazz“ von Invacare führt die Bestenliste in der Testkategorie Sicherheit an. (Foto: Invacare GmbH)

Die Stiftung Warentest hat fünfzehn Rollatoren unterschiedlicher Hersteller verglichen. Sieben mal vergaben die Verbraucherschützer das Qualitätsurteil gut, ein sehr gut gab es nicht. Testsieger wurde das Modell „Russka Vital“ (2,0), gefolgt vom „Topro Olympos“ (2,1) und dem „Dietz Taima“ (2,2). Dabei handelt es sich durchweg um hochpreisige Modelle zwischen 289 und 390 Euro. Abgeschlagen auf dem letzten Platz landet der „Bischoff & Bischoff Rollator B“ für 70 Euro. Getestet wurde in den Kategorien Handhabung, Sicherheit, Verarbeitung und Schadstoffe. Im Fokus standen dabei Kriterien wie das Einstellen und Bedienen der Bremsen, Fahren auf unebenem Untergrund, Kippsicherheit und Transportfreundlichkeit. Der Test zeigt vor allem eines: Wer einen guten Rollator will, muss draufzahlen. Modelle, die von den Krankenkassen übernommen werden, sind meist sperrig und lassen sich schlecht transportieren.

Udo T. Weinstock, Leiter der Abteilung Kommunikation beim Rollatorhersteller Invacare, erklärt: „Gerade Senioren können sich bei einem Sturz schwer verletzen. Deshalb sollte man beim Kauf eines Rollators vor allem auf Sicherheitsaspekte achten.“ Rollatoren sollen ihrem Nutzer beim Stehen und Gehen Sicherheit verleihen und dürfen auch unter großer Belastung nicht kippen. Ebenso wichtig sind einfach bedienbare und sichere Bremsen. Herr Weinstock fügt hinzu: „Ein Aspekt, auf den Stiftung Warentest leider gar nicht eingegangen ist, sind die bei vielen Rollatoren abstehenden Bremskabel. Sie sind oft hinderlich und man kann an ihnen leicht hängen bleiben. Wir haben deshalb bei unserem Produkt darauf verzichtet.“

Neben der Sicherheit prüfte die Stiftung Warentest auch nach Kriterien wie Handhabung oder Schadstoffbelastung und gibt zudem Verbrauchertipps. Bezüglich des Tipps, auf preisgünstigere Rollatoren im Online-Handel zurückzugreifen, rät der Rollator-Hersteller jedoch zur Vorsicht. Online entfällt die individuelle Beratung zur richtigen Nutzung. Die Rollatoren werden auch nicht auf den Nutzer eingestellt. Eine falsch angepasste Gehhilfe ist jedoch wirkungslos. „Wir empfehlen weiterhin, die Beratung eines Sanitätsfachhändlers in Anspruch zu nehmen.“

Die Rollatoren von Invacare erhielten die Noten 2,2 (Dolomite Jazz) und 3,0 (Dolomite Legacy).

[ratings]

Weitere Artikel

Stefan Kiefer wird neuer Generalsekretär des DBS

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bekommt einen neuen Generalsekretär: Der 56-jährige Stefan Kiefer übernimmt die Position im Sommer 2022 und folgt damit auf Torsten Burmester,...

Messevorschau REHAB 2022

Vom 23. bis 25. Juni 2022 öffnet die REHAB bereits zum 21. Mal ihre Tore. Rund 350 Ausstellende aus insgesamt 18 verschiedenen Ländern werden...

Gemeinsam für den wissenschaftlichen Fortschritt

Durch technologische Innovation kann die Lebensqualität von Menschen verbessert werden, die auf Prothesen angewiesen sind. Der Össur- und Ottobock-Research Trust Fund wurde an der...

Soziale Medien

0NachfolgerFolgen

Letzte Beiträge