Zeichen setzen für Inklusion

Credit: FGQ, Simone Kuhlmey

Am 5. September jährt sich der „Spinal Cord Injury Day“ zum vierten Mal. Dieser wurde vom weltweiten Verband der Querschnittgelähmten (International Spinal Cord Injury Society) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen, um auf die besonderen Belange dieser Zielgruppe hinzuweisen.

In Deutschland wird die Aktion unter anderem von der Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten e.V. (FGQ), der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegiologie (DMGP), der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) und dem Deutschen Rollstuhlsportverband e.V. (DRS) unterstützt. Mit der Präsentation einer Studie im Bundesministerium für Gesundheit, einer Bürgersprechstunde und einer Aktion vor dem Brandenburger Tor rücken diese vier Verbände in diesem Jahr die Situation von Menschen mit Querschnittlähmung in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Im Rahmen der aufwändigen Studie German Spinal Cord Injury Survey (GerSCI), basierend auf der Befragung von 1.479 Betroffenen, wurden erstmals belastbare statistische Informationen zur Situation von Querschnittgelähmten in Deutschland ermittelt. Die Studie ist Teil eines internationalen Projektes, mit dem einer Forderung der WHO entsprochen wird, möglichst genaue Zahlen zur Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zu ermitteln. Die Ergebnisse der Studie für Deutschland haben beträchtliche Defizite bei der Teilhabe von Menschen mit Querschnittlähmung zutage gefördert. Die Studie und daraus resultierende Forderungen wird der Chefarzt und Abteilungsleiter der Klinik für Rehabilitationsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover, Herr Professor Dr. Gutenbrunner, im Bundesministerium für Gesundheit Frau Staatssekretärin Sabine Weiss präsentieren.

Öffentlichkeitswirksam werden die Belange von Menschen mit Querschnittlähmung bei einer anschließenden Aktion vor dem Brandenburger Tor in den Blickpunkt gerückt. Dort besteht ab 15 Uhr auf dem Pariser Platz die Möglichkeit zur Begegnung mit Betroffenen und zur Nutzung eines Rollstuhlparcours. Mit zur Verfügung gestellten Rollstühlen und unter fachkundiger Anleitung können sich Interessierte ein eigenes Bild davon machen, wie eine an Hindernissen reiche Umgebung auf Rädern zu bewältigen ist.

Der weltweite Aktionstag will ein Bewusstsein für die Belange der Betroffenen schaffen. Er setzt ein Zeichen für die Bedeutung von Chancengleichheit und Teilhabe für Querschnittgelähmte, ihre Familien, Lebenspartner und Angehörigen.

Weitere Informationen: www.fgq.de

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