Bleibt Berlin bunt?

„Berlin turnt bunt!“ – unter diesem Motto sind alle Berliner Vereine und Verbände aufgerufen, im Rahmenprogramm beim Internationalen Deutschen Turnfest 2017 vom 3. bis 10. Juni „das sportliche Gesicht Berlins“ zu zeigen. Das sportliche Mitmach-Highlight, das die Slogans „Kiez aktiv“ und „Sportmetropole aktiv“ verbindet, findet an den beiden Pfingstfeiertagen vor dem Brandenburger Tor statt, wo kürzlich erst 17.342 Teilnehmerinnen bei der 34. Auflage des Berliner Frauenlaufs, dem größten seiner Art in Deutschland, unterwegs waren: „Berlin läuft bunt!“ wäre sicher ein zutreffendes Motto dafür gewesen. Berlin hat viele sportliche Gesichter. Es werden sogar immer noch mehr: Nach der neuesten Mitgliederstatistik des Landssportbundes (LSB) gibt es einen neuen Rekord in der Mitgliederentwicklung im Vergleich zu den Vorjahren. Insgesamt 642.225 Mitgliedschaften wurden für 2016 in Berlin gezählt – eine Steigerung von 10.000 Mitgliedschaften gegenüber 2015, von 100.000 Mitgliedschaften gegenüber 2007 und ein Verdoppelung gegenüber dem Jahr 1977. Der Aufwärtstrend allein in den letzen zwölf Monaten ist umso erfreulicher, als den Berliner Vereinen durch die kurzfristige Unterbringung geflüchteter Menschen einschneidende Einschränkungen in der Nutzung von Hallenkapazitäten zugemutet wurden: „Vereinssport ist auch im Online-Zeitalter hochmodern“, lässt sich LSB-Präsident Klaus Böger in der neuesten Ausgabe des LSB-Magazins „Sport in Berlin“ zitieren. Berliner Sportvereine sind bunt …
Berlin hat viele sportliche Gesichter. Dazu gehört auch die Austragung sportlicher Großereignisse von nationaler und internationaler Bedeutung, durch die sich Berlin einen Namen als „bunte Hauptstadt des Sports“ gemacht hat bzw. zukünftig immer noch machen kann – egal ob man dabei das DFB-Pokalfinale der Männer am vergangenen Samstag im Olympiastadion anführt oder sich an die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 dort und in der Stadt erinnert oder sich bereits jetzt auf die Leichtathletik-Europameisterschaften im nächsten Jahr an gleicher Stelle freut.
Apropos Olympiastadion – da war noch was: Der Berliner Senat und der Fußball-Bundesligist Hertha BSC haben Planungen vorgelegt, das anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 erbaute und zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 großzügig sanierte Stadion in den nächsten Jahren zu einer reinen Fußball-Arena umbauen zu lassen. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat in Zusammenarbeit mit dem Berliner Leichtathletik-Verband einer Bürgerinitiative „Rettet das Berliner Olympiastadion“ angekündigt. Soviel steht fest: Sollten die Umbaupläne trotzdem verwirklicht, würde die blaue 400-Meter-Laufbahn verschwinden. Bleibt Berlin bunt?

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