Integratives Sportfest Leverkusen

Johannes Floors
Credit: Binh Truong/DBS

Das neunte Integrative Sportfest des TSV Bayer 04 Leverkusen hat mit seinem attraktiven Teilnehmerfeld Para Sport auf höchstem Niveau geboten. Irmgard Bensusan und Johannes Floors knackten beim Heimspiel sogar jeweils zwei Weltrekorde.

Rekordjäger Nummer eins war Johannes Floors, der schon im Vorlauf mit 10,74 Sekunden eine Hundertstel unter der 100-Meter-Weltrekordmarke blieb – und sich im Finale, angetrieben von der Konkurrenz durch Leverkusens Sprinter Carl Magnus Seeliger und dem Wattenscheider Alexander Kosenkow, auf 10,66 Sekunden verbesserte und das Rennen hauchdünn gewann. Über die 200 Meter ließ der 24-Jährige dann 21,22 Sekunden folgen – wieder Weltrekord: „Ich fühle mich gut. Die Zeiten waren überragend und ich hätte das so aus dem Training heraus nicht erwartet.“

Irmgard Bensusan tat es ihm gleich und stellte im Vorlauf über 100 Meter ihren eigenen Weltrekord von vor vier Wochen in Nottwil (Schweiz) mit 12,72 Sekunden ein. Über 200 Meter blieb sie dann sogar acht Hundertstel unter ihrer Nottwil-Rekordmarke und sprintete nach 26,15 Sekunden ins Ziel – Weltrekord.

Auch die internationalen Athleten trumpften bei den guten Bedingungen auf. So sprintete besipielsweise der 17-jährige Ntando Mahlangu über 200 und 400 Meter zu neuen Weltrekorden in seiner Startklasse.

Einziger Wermutstropfen waren einige kurzfristige Absagen im Vorfeld: Frederike Koleiski, David Behre, Markus Rehm und Felix Streng konnten krankheits- oder verletzungsbedingt nicht starten, auch der Paralympics-Zweite Atsushi Yamamoto, der mit dem japanischen Team schon zwei Wochen in Leverkusen verbracht hatte, meldete sich ab. „Wenn du so ein Starterfeld auf die Beine stellst und dann deine eigenen Athleten nicht dabei sein können, schmerzt das immer. Das tut mir echt leid für sie“, sagt Leverkusens Para Sport-Geschäftsführer Jörg Frischmann, der dennoch sehr zufrieden war: „Wir freuen uns über einen Teilnehmerrekord und haben auch von den Sportlern ohne Behinderung viel Lob für die familiäre Atmosphäre erhalten. Im kommenden Jahr wird unser Sportfest für die deutschen Athleten die letzte Möglichkeit zur Paralympics-Qualifikation für Tokio sein, da könnte es noch mal eine Nummer größer werden. Die Planungen starten schon jetzt.“

 

 

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