Martin Fleig holt vierte deutsche Medaille

Foto: DBS
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Der 25-jährige Gundelfinger überrascht am Dienstag bei der WM in Cable (USA) im Biathlon über die 12,5 Kilometer – und kann es erst einmal selbst nicht glauben. Im Ziel reckte er die Arme gen Himmel, überzeugt davon, ein gutes Rennen abgeliefert zu haben. Doch als das Resultat auf der Anzeigetafel aufleuchtete, schüttelte Martin Fleig trotzdem erst einmal ungläubig den Kopf. Der 25-jährige Sitzski-Biathlet vom Ring der Körperbehinderten Freiburg hatte soeben Bronze über die Mitteldistanz von 12,5 Kilometer bei der Ski-Nordisch-Weltmeisterschaft geholt.
„Einfach nicht zu fassen“, waren anschließend die ersten Worte Fleigs, der sich in einer Zeit von 39:31.8 Minuten lediglich zwei Athleten der erneut herausragenden Russen geschlagen geben musste. Gold ging an Grigory Murygin (37:58.1 Minuten), Silber an Alexey Bychenok (38:31.5 Minuten). Den Viertplatzierten Aleksandr Davidovich, ebenfalls Russland, distanzierte Fleig um gut acht Sekunden.
„Heute lief alles perfekt. Ich bin überglücklich“, sagte Fleig nach seinem „unglaublichen Rennen“.
Für den Gundelfinger war es die erste WM-Medaille überhaupt, für das deutsche Team die vierte bei den diesjährigen Wettkämpfen in Cable (USA). Zuvor hatte bereits Andrea Eskau (USC Magedeburg) Gold im Langlauf über die Langdistanz und Bronze im Biathlon-Sprint geholt, letzteres genauso wie die Freiburgerin Vivian Hösch bei den Sportlern mit Sehbehinderung.
Die nächste Chance auf Edelmetall bekommt das deutsche Team Ski Nordisch am heutigen Mittwoch. Um 10 Uhr Ortszeit (17 Uhr deutscher Zeit) beginnt der Langlauf-Sprint im klassischen Stil.

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