Rehm hofft auf Start bei Olympischen Spielen

Nach einer kürzlich verabschiedeten Regelung des Weltleichtathletikverbandes IAFF dürfen Prothesensportler künftig nicht mehr bei internationalen Wettbewerben der Nichtbehinderten antreten. Eine Prothese gilt generell als verbotenes Hilfsmittel. Es sei denn, der Sportler kann selbst nachweisen, dass ihm die Hilfsmittel keinen Vorteil verschaffen. Die Beweislast wurde damit umgekehrt, Teilnahmen an Weltmeisterschaften oder Olypischen Spielen sind praktisch nicht mehr möglich. Auch ein gemeinsamer Start in getrennten Wertungen wird ausgeschlossen.

Rehm
Markus Rehm hofft auf eine Teilnahme bei den Olypischen Spielen. Foto: DBS

Der Prothesen-Weitspringer Markus Rehm hat diese Entscheidung scharf kritisiert. Noch hat er seinen Traum von einem Start bei den Olypmischen Spielen in Rio aber nicht aufgegeben, eine Klage gegen den Verband sei derzeit nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen. Das berichtet „RP Online“ am Montag. Die Entscheidung des IAFF sei nicht fortschrittlich, so Rehm. „Ein paralympischer Athlet verdient nicht so gut wie ein Fußballer“, bekräftigt Rehm. Er selbst könne die mehrere Zehntausend Euro teure Messung nicht durchführen.

Rehm hofft, dass sich alle Verantwortlichen nochmals zusammensetzen, dabei setzt er vor allem auf den Deutschen Leichathletik-Verband, dessen Idee es war, in getrennten Wertungen zu starten. Sich als Starter einzuklagen, sei nicht seine erste Wahl. Es gehe ihm dabei nicht darum „irgendwem Medaillen wegzuschnappen“, ein Start in getrennten Wertungen, wie auch bei den Deutschen Meisterschaften, sei völlig in Ordnung.

AWS

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