Rolling Chocolate in Ulm gefordert

Rolling Chocolate gegen Ulm
Neu im Team: Katharina Weiß. Foto: Ulrich Roth

Am Samstag, 31. Oktober, 17 Uhr, sind Heidelbergs Rollstuhlbasketballer, am 4. Spieltag in der starken 2. Bundesliga Süd, zu Gast bei den Ulm Sabres. Nach den vielen Personalsorgen zu Beginn der Saison stehen die Vorzeichen für die Jungen Wilden für das schwere Spiel am Rande der schwäbischen Alb schon etwas besser. Neben Center Sven Eckardt, der die ersten beiden Saisonspiele aus beruflichen Gründen fehlte, wird voraussichtlich die erst 15-jährige Catharina Weiß erstmals im Dress der Rolling Chocolate zum Einsatz kommen, und auch Eric Bendel, ebenfalls frisch im Team der Chocolate, kann nun mit erworbener DRS-Lizenz seine Farben erstmals unterstützen, so dass aktuell mit Thomas Gumpert und Sebastian Holzheu „nur“ noch zwei Akteure auf der zuvor viel zu langen Heidelberger Verletzten-Liste stehen.

Doch trotz dieser für die Neckarstädter positiven Entwicklungen ist gegen Ulm äußerste Vorsicht geboten. Zu gut kann man sich in der Kurpfalz noch an die schmerzliche und völlig unnötige Heimniederlage (50:60) gegen die Ulmer in der Vorsaison erinnern. Außerdem konnten die Münsterstädter überraschend zu Saisonbeginn in eigener Halle die München Iguanas (52:41) schlagen und setzten damit ein erstes kleines Ausrufezeichen. Anderseits taten sich die Sabres am vergangenen Spieltag gegen Aufsteiger Rosenheim äußerst schwer. Das Ulmer Team um Manfred Wolf, Spielertrainer in Ulm, ist demnach nicht so leicht einzuschätzen für die Gäste aus Nordbaden. Umso mehr gilt es, die Hausherren nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, die langen Recken wie einen Dominik Bloching oder Claus Turnwald in der Defense gut zu kontrollieren und leidenschaftlich um wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu kämpfen. Nach dem schwierigen Saisonauftakt und der klaren, herben Niederlage bei den Roller Bulls am letzten Spieltag haben die Rolling Chocolate in Ulm nun die Chance, sich frei zu schwimmen und die Weichen für einen möglichst positiven Saisonverlauf zu stellen. „Ulm ist definitiv ein Gegner auf Augenhöhe und mischt aktuell im Feld der Verfolger hinter den Bulls und Wiesbaden munter mit. Auch wir wollen den wichtigen Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht verpassen, deshalb wäre ein Sieg auf fremden Parkett bei den Ulm Sabres Gold wert für uns“, untermauert Heidelbergs Headcoach Marco Hopp vor der Partie in Ulm nochmals die Bedeutung des Spiels für sein junges Team.

Johannes Ernst

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