„Spätfolgen der Querschnittlähmung – Prävention und Therapie“

„Spätfolgen der Querschnittslähmung – Prävention und Therapie“ lautet das Motto bei der 35. Jahrestagung der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DMGP). In Deutschland leben rund 140.000 Menschen mit einer Querschnittlähmung. Trotz aller Fortschritte der Medizin ist eine Heilung bislang nicht möglich. Aufgrund der enormen Entwicklung bei der Behandlung querschnittgelähmter Menschen gleicht die Lebenserwartung mittlerweile fast jener der Normalbevölkerung. Doch mit dem höheren Alter ergeben sich neue gesundheitliche Probleme. Lebensqualität ist ein großes Kongressthema, um die Situation von Betroffenen und ihren Angehörigen nachhaltig zu verbessern. „Entsprechend unserem multiprofessionellen Ansatz freuen wir uns auf Diskussionen mit allen an der Behandlung von Menschen mit Querschnittlähmung beteiligten Berufsgruppen zu den Schwerpunktthemen Chronischer Schmerz, Darmlähmung, Neuro-Urologie, Dekubitus und Endoprothetik“, erklären die beiden Kongresspräsidenten, Chefarzt PD Dr. Thomas Meiners und Oberarzt Dr. Heiko Lienhard am Zentrum für Rückenmarkverletzte der Werner Wicker Klinik Bad Wildungen.
Ein besonderes Kongress-Highlight wird der Festvortrag von Dr. Wolfgang Schäuble sein, dienstältestes Mitglied des 20. Bundestags und seit 2021 Alterspräsident des deutschen Parlaments. Nach einem Attentat im Jahr 1990 ist Schäuble selbst vom dritten Brustwirbel abwärts gelähmt. Mit Blick auf zukünftige Behandlungsmöglichkeiten liegt ein besonderer Tagungsschwerpunkt im Bereich der pathologischen Molekularmedizin. Mehrere Therapieansätze befinden sich in der Entwicklung wie zum Beispiel die elektrische Stimulation des verletzten Rückenmarks oder die Transplantation von Stammzellen.

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