Lebenshilfe fordert ein barrierefreies Europa

60,8 Millionen wahlberechtigte Deutsche sind am 26. Mai aufgerufen, ein neues Europa-Parlament zu wählen. Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Ulla Schmidt (MdB) betont, eine Umwelt ohne Barrieren sei der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe in Deutschland und ganz Europa. Egal, ob es um Arbeitsplätze, ums Wohnen, den Besuch beim Arzt oder im Kino gehe, Schmidt unterstreicht die Notwendigkeit guter Standards für Barrierefreiheit in der EU.

Für alle Anliegen ist es entscheidend, am Sonntag wählen zu gehen und so Europapolitik mitzugestalten. Diese Wahl ist dabei für viele Menschen mit Behinderung die erste Wahl ihres Lebens: Dank der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes konnten Menschen mit einer Betreuung in allen Angelegenheiten einen Antrag auf Aufnahme ins Wählerverzeichnis stellen und nun ihr Bürgerrecht wahrnehmen. Auch in anderen europäischen Ländern gab es Änderungen beim Wahlrecht – ein großer Erfolg nach einem häufig langen Kampf, der oft erst vor Gericht endete. Dieser Erfolg ist zuvorderst Menschen mit Behinderung und ihren Verbänden wie der Lebenshilfe in Deutschland zu verdanken.

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Veröffentlicht in: Gesellschaft

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