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Das folgende Zitat von Kierkegaard zeigt uns den Anspruch an unsere Arbeit im Beratungszentrum für Ernährung und Verdauung in der Manfred-Sauer-Stiftung auf. Gemeinsam mit dem Betroffenen legen wir ein Ziel fest und erarbeiten und begleiten den Weg dahin, beraten mit den Worten, die unser Gegenüber verarbeiten kann und holen den Menschen an seinem Startpunkt ab.
Dies weist uns den Erfolg, den Veronika Geng über Jahre aufgebaut und verfestigt hat. Nachdem Veronika Geng dieses Jahr bereits mit dem Ronny Pieters Award der EAUN (European Association for Urological Nursing) für ihre wegweisenden Bestrebungen nach guter Pflegeprofessionalität in der Urologie ausgezeichnet wurde, wurde sie nun für ihr außergewöhnliches Engagement in der Paraplegiologie zum Ehrenmitglied der DMGP (deutschsprachige medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie) ernannt. In seiner Laudatio würdigte PD Dr.med. Ralf Böthig die zahlreichen Stationen ihres beruflichen Schaffens und machte deutlich, wie nachhaltig sie die Versorgung von Menschen mit Querschnittlähmung geprägt hat.
Ihr beruflicher Weg ist eng mit der Paraplegiologie verbunden. Veronika Geng ist Fachkrankenschwester für Paraplegiologie, Fachkraft für Infektionskontrolle und Qualitätsmanagement. Darüber hinaus absolvierte sie an der Universität Maastricht den Masterstudiengang Pflegewissenschaften. Ihr Wissen und ihre Erfahrung bringt sie bis heute als Expertin und Coach für neurogene Darmfunktionsstörungen sowie als Expertin und Coach in der Fachweiterbildung Paraplegiologie ein.
Begonnen hat Veronika Geng ihre Laufbahn in Basel. Anschließend arbeitete sie 19 Jahre im Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil und baute dieses mit auf, bevor sie 2006 dem Ruf von Manfred Sauer folgte und zur Manfred-Sauer-Stiftung wechselte. Dort baute sie das Beratungszentrum für Ernährung und Verdauung für Menschen mit Querschnittlähmung auf. Mit diesem Angebot schuf sie eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene und Fachpersonen gleichermaßen.
Auch wissenschaftlich und fachlich hat Veronika Geng Maßstäbe gesetzt. Sie verfasste sechs Fachbücher, veröffentlichte 37 Fachartikel und ist mit min. 20 Autorenschaften bei PubMed vertreten. Viele ihrer Publikationen gelten heute als Standardwerke in der Welt der Paraplegiologie. Darüber hinaus initiierte sie die Leitlinie der Neuro-Urologie zum intermittierenden Katheterismus und brachte die Leitlinie zu neurogenen Darmfunktionsstörungen maßgeblich mit auf den Weg.
Seit 1990 ist Veronika Geng Mitglied der DMGP. Über Jahrzehnte hinweg hat sie sich dort fachlich eingebracht, Themen vorangetrieben und den Austausch zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen gefördert. Was sie besonders auszeichnet, ist ihr konsequenter Blick auf die Lebensqualität von Menschen mit Querschnittlähmung: Sie kümmert sich, stellt Fragen, hinterfragt bestehende Strukturen und sucht nach Lösungen, um das Leben jedes einzelnen Menschen mit Querschnittlähmung individuell zu verbessern.
In ihrer Dankesrede nach Standing Ovations durch das Auditorium machte Veronika Geng deutlich, wie sehr ihr Herz in der Paraplegiologie liegt. Die DMGP beschrieb sie als ein Stück Familie. Zugleich blickte sie dankbar auf ihren beruflichen Weg zurück und betonte, dass sie immer Vorgesetzte und Wegbegleiter hatte, die sie unterstützt und gefördert haben.
Mit der Ernennung zum Ehrenmitglied würdigt die DMGP eine Persönlichkeit, die die Paraplegiologie über viele Jahre mit Fachwissen, Beharrlichkeit und Menschlichkeit geprägt hat. Veronika Geng hat nicht nur Wissen geschaffen und weitergegeben, sondern vor allem dazu beigetragen, das Leben von Menschen mit Querschnittlähmung nachhaltig zu verbessern. Ich bin stolz mit ihr zu arbeiten und von ihr lernen zu dürfen und freue mich, die weiteren Jahre gemeinsam gestalten zu können.
Text: Catharina Cziczkat




