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iconiq: Individualisierter Liner aus dem 3D-Drucker

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Digital geplant, additiv gefertigt: Probleme am Stumpf betreffen bis zu 68 Prozent der Prothesenträgerinnen und -träger – neuer Silikon‑Liner setzt genau hier an.

Knapp 68 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer einer Beinprothese haben Probleme mit ihrer Versorgung. Die Gründe sind vielfältig: von Schmerzen über wunde Stellen am Stumpf bis zu physischen Reaktionen, wie Hautirritationen. In dieser Zeit können Prothesen gar nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden. Der Liner ist die unsichtbare Basis einer gutsitzenden Beinprothese. Er entscheidet über Komfort, Sicherheit und Mobilität. Dabei handelt es sich um ein Verbrauchsprodukt, das etwa alle sechs Monate ersetzt werden muss. Bislang mussten Orthopädiefachkräfte zwischen standardisierten Linern mit begrenzter Anpassungsmöglichkeit für ihre PatientInnen oder aufwendige, kostenintensive Einzelanfertigungen entscheiden. Mit iconiq, dem ersten 3D-gedruckten Silikon-Liner von Ottobock, hebt der MedTech-Champion die Individualversorgung auf ein neues industrielles Niveau. Vergangene Woche wurde die Deutschlandpremiere des Liners auf der OTWorld in Leipzig gefeiert. Nun folgt die schrittweise Markteinführung.

Oliver Jakobi, CEO/CSO von Ottobock, sagt: „Der iconiq Liner steht exemplarisch für unsere Strategie: Unsere Innovationen für möglichst viele Anwender zugänglich zu machen und ihnen so eine hochwertige Versorgung zu ermöglichen. Der iconiq ist ein weiterer Baustein, um diesen Anspruch global umzusetzen. Mit ihm bieten wir eine effiziente Lösung, ohne Kompromisse bei Qualität und Präzision.“

Individualisierte Versorgung neu definiert

Knapp 68 Prozent der Nutzer*innen einer Beinprothese haben Probleme: von Schmerzen über wunde Stellen am Stumpf bis zu physischen Reaktionen, wie Hautirritationen.
Knapp 68 Prozent der Nutzer*innen einer Beinprothese haben Probleme: von Schmerzen über wunde Stellen am Stumpf bis zu physischen Reaktionen, wie Hautirritationen.

„Mit iconiq schaffen wir eine zukunftssichere Lösung, die das bisherige Spannungsfeld zwischen Standardlösung und Maßanfertigung überwindet“, sagt Arne Jörn, CTO/COO von Ottobock. „Wir industrialisieren die Individualisierung, sodass sie nicht mehr die Ausnahme, sondern die Norm in der Alltagsversorgung wird.“

Im Zentrum der Innovation steht eine additive Fertigungstechnologie, kombiniert mit einem effizienten, digitalen Prozess: Ein 3D-Scan des Stumpfes genügt, um einen Datensatz zu erzeugen – ohne Marker oder spezielles Equipment. Die Form berücksichtigt exakt die Anatomie der Anwenderinnen und Anwender sowie empfindliche Stellen und Narbengewebe. Nach Eingabe der Stumpflänge und Auswahl des Designs innerhalb der Ottobock Bestellplattform wird der Datensatz direkt in die Fertigung des MedTech-Unternehmens überführt. Die Produktion selbst erfolgt durch den 3D-Druck. So entstehen passgenaue, flexible Liner, ohne aufwendigen Formenbau.

Entwickelt für maximale Anforderungen – bietet Einfachheit für Fachkräfte

Orthopädietechnikerinnen und -techniker profitieren von konsistenten, reproduzierbaren Ergebnissen. Individualisierte Liner lassen sich dadurch schneller, planbarer und mit deutlich geringerer Komplexität realisieren.

Anwenderinnen und Anwender erhalten mit iconiq einen Liner, der in Sitz, Form und Stabilität exakt auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Unterschiedliche Stärkenprofile sorgen für gleichmäßige Kompression und sicheren Halt. Die Materialeigenschaften sind so vielseitig, auch bei hoher Belastung, dass iconiqsowohl für Anwenderinnen und Anwender mit einem sehr aktiven bzw. sportlichen Lebensstil als auch für Kinder und Erwachsene ab Mobilitätsgrad 2 geeignet ist.

 

Bilder: ©Ottobock

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