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Kreativ inklusiv

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Kreativ inklusiv veranstalteten die Akteurinnen und Akteure den europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in der Shoppingmall der StadtGalerie in Witten. In jedem Jahr machen am 5. Mai Menschen mit Behinderung auf ihre prekäre Situation aufmerksam. In Witten wurde das Programm vorwiegend von behinderungserfahrenen Menschen gestaltet.

Der selbst schwer hirnverletzte Professor Dr. Carsten Rensinghoff vom Studiengang Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik an der DIPLOMA-Hochschule und das Ensemble X, ein freies Wittener Theaterensemble, sammelten Krüppelschläge. Barrieren, auf die Menschen mit Behinderung immer wieder treffen, werden als Krüppelschläge bezeichnet. So ist es eine Barriere, wenn die Stufen in die Straßenbahn, dem rollstuhlfahrenden Menschen den Zutritt verwehren. Für blinde Menschen sind Ampelanlagen eine Barriere, die nicht hörbar die Grünphase anzeigen. Gehörlose Menschen benötigen die Gebärdensprache. Ein Verzicht auf dieses Format macht eine Unterhaltung unmöglich. Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung benötigen die Leichte Sprache. Für Hirnverletzte sind die unsichtbaren Behinderungen, wie zum Beispiel die Wahrnehmungs-, die Sprach-, die Verhaltens-, die Konzentrationsstörung, eine enorme Barriere, wenn sie vom Gesprächspartner nicht verstanden werden. Oft führt ein derartiges Nichtverstehen zum Vorenthalten von notwendiger Unterstützung oder Hilfe. Aus diesem Grund ist der 5. Mai in jedem Jahr ein wichtiger Tag. Hier wird Behinderung bzw. Behinderndes sichtbar und hörbar gemacht.

  • Der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ging mit großer Beteiligung zu ende.
Fotos: Dana Schmidt und Carsten Rensinghoff

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