Mehr Geld für den Behindertensport

Team-Germany bei der Eröffnungsfeier in Rio. Foto: Ralf Kuckuck / DBS
Team-Germany bei der Eröffnungsfeier in Rio.
Foto: Ralf Kuckuck / DBS

Die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro haben es wieder eindrucksvoll gezeigt: Die Professionalisierung des Sports von Menschen mit Behinderung schreitet weltweit kontinuierlich voran. Wenn auch der Deutsche Behindertensportverband (DBS) künftig international konkurrenzfähig bleiben will, um weiterhin zu den Top-Nationen zu gehören, muss er seine Strukturen ausbauen und verbessern.

Zudem muss sichergestellt werden, dass die Athletinnen und Athleten der Deutschen Paralympischen Mannschaft die Möglichkeiten haben, an bedeutenden internationalen Wettkämpfen teilnehmen zu können. Dafür hat der Deutsche Bundestag für 2017 die Förderung um 1,5 Millionen Euro erhöht.

„Wir sind dem Deutschen Bundestag sehr dankbar für die Erhöhung und freuen uns natürlich über diese zusätzlichen Mittel, die wir allerdings auch dringend benötigen. Der Deutsche Behindertensportverband ist immerhin Dachverband für 28 paralympische, sechs nicht-paralympische und zwölf nationale Sportarten“, betont DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Darüber hinaus nehmen die insgesamt 44 Nationalmannschaften jährlich an über 40 Welt- und Europameisterschaften teil und es werden derzeit 41 deutsche Meisterschaften pro Jahr ausgerichtet.

Auch die Teilnahme an Weltcups oder Weltranglistenturnieren ist nicht nur bedeutend, um sich international zu messen, sondern teilweise auch unerlässlich, um sich für Hauptwettkämpfe wie Paralympische Spiele und Weltmeisterschaften zu qualifizieren. „Insbesondere Tischtennis- und Tennisspieler müssen inzwischen ganzjährig um den Globus reisen, um sich in der Weltrangliste nach vorne zu spielen – und so beispielsweise die notwendigen Voraussetzungen für eine Teilnahme an den Paralympics zu erfüllen“, erklärt Thomas Urban, Generalsekretär des DBS.

Die zusätzlichen Mittel dienen somit der Verbesserung bestmöglicher Vorbereitung von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern. „Darüber hinaus müssen wir das Geld auch dafür einsetzen, die Strukturen zu optimieren und den Nachwuchs frühzeitig fördern zu können“, betont Beucher. Nur so könne man zukünftig im immer größeren internationalen Wettbewerb mithalten, der von Ländern wie China, Russland, Ukraine, USA und Großbritannien dominiert wird.

„Mit der Erhöhung der Fördermittel hat der Bundestag ein wichtiges und notwendiges Zeichen gesetzt. Jetzt ist es unsere Aufgabe, die Gelder für die Zukunft effektiv einzusetzen“, sagt Friedhelm Julius Beucher und fügt an: „Wir werden uns nicht zurücklehnen, sondern dafür sorgen, dass mit dem zusätzlichen Geld auch die neuen Herausforderungen, die auf den paralympischen Sport zukommen, bewältigt werden können.“

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