Paravan rüstet Autoscooter um

Samuel Koch im umgebauten Autoscooter. Foto: Hans Jörg Michel

Für die Inszenierung von Samuel Becketts „Warten auf Godot“, die am 19. Oktober 2019 am Nationaltheater Mannheim Premiere feiert, kooperiert die schwäbische Firma Paravan mit dem Schauspiel des NTM. Das Unternehmen, das auf die behindertengerechte Umrüstung von Fahrzeugen spezialisiert ist, hat für Samuel Koch die Steuerung eines Autoscooters technisch für die erforderliche Handhabung ausgestattet. Der Autoscooter ist Teil des Bühnenbilds, das Philip Bußmann für die Inszenierung der Regisseurin Sandra Strunz entworfen hat.

„Der Autoscooter war für uns ein ganz besonderes Projekt und eine interessante technische Herausforderung“, sagt Paravan-Marketingleiter Alexander Nerz. „Für unsere Kunden genau die Lösung zu bauen, die sie benötigen, steht im Mittelpunkt unserer Arbeit, auch wenn diese hier nicht auf der Straße zum Einsatz kommen wird. Es war uns eine Herzensangelegenheit weiterzuhelfen.“

Bei dem angepassten Autoscooter kommt die Paravan-Elektrorollstuhl-Technologie zum Einsatz. Im Originalzustand wurde der Scooter über die Vorderachse angetrieben und gelenkt, die Hinterachse war starr. Jetzt ist die Vorderachse mit zwei Führungsrädern ausgestattet. Gelenkt wird von der hinteren Antriebsachse. Um die zwei Elektromotoren verbauen zu können, wurden der Unterboden und die Karosserie verstärkt und zwei Antriebsmotoren an der Hinterachse montiert sowie auf der linken Seite des Scooters zwei Batterien eingebaut. Auf der rechten Seite außen wurde eine für Samuel Koch individuell angepasste Armlehne mit einer Joystick-Steuerung mit Handauflage (Tetra-Gabel) vom Rollstuhl installiert.

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