Positive Entwicklung gegen den Trend

Arbeitslosigkeit Menschen mit Behinderungen
Im Dezember fanden zumindest in Westfalen-Lippe erfreulich viele Menschen mit Behinderungen einen Job. Foto: Birgoleit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im Dezember entgegen dem Trend auf dem ersten Arbeitsmarkt gesunken. Das zeigt zumindest der jüngste Bericht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Danach waren Ende Dezember 21.657 Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe ohne Arbeit (13.201 Männer und 8.456 Frauen). Das sind 172 weniger als im November. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit sogar um 534 gesunken. „Während die allgemeine Arbeitslosigkeit im Dezember 2015 saisonüblich gestiegen ist, verringerte sich die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in Westfalen-Lippe um knapp 0,8 Prozent“, sagte LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. „Das ist zwar erfreulich. Der bescheidene Umfang des Rückgangs zeigt aber, dass damit noch keine Trendwende am Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen eingetreten ist“, so Münning weiter.

Das LWL-Integrationsamt hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten. Neben der technischen Ausstattung behinderungsgerechter Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in der Arbeit der LWL-Abteilung.

Film über LWL-Auftritt auf der Rehacare
Der LWL und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) haben ihre Arbeit auf der Messe „Rehacare“ in Düsseldorf dokumentiert. Die Rehacare ist Europas größte Fachmesse für Rehabilitation, Pflege, Prävention und Integration. Am Gemeinschaftsstand der Integrationsämter von LVR und LWL ging es um das Thema „Wir überwinden Barrieren im Arbeitsleben“. Am Messestand gab es Kochshows mit Fernsehkoch Volker Westermann, der aufgrund einer Glasknochen-Krankheit im Rollstuhl sitzt. Er kochte mit verschiedenen Experten. Während er schnippelte, rührte und brutzelte, unterhielt er sich mit Gästen wie NRW-Justizminister Thomas Kutschaty, LVR-Driektorin Ulrike Lubek und LWL-Direktor Matthias Löb, der Bundesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung, Verena Bentele, der Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung in NRW, Elisabeth Veldhues, sowie ihrem Vorgänger und neuem Geschäftsführer der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, Nobert Killewald.

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