Hans-Peter Durst und Michael Teuber rasen allen davon

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Michael Teuber (M.) und Erich Winkler (l.) bei der Siegerehrung nach dem Straßenrennen. Foto: DSB

Tolle Erfolge haben Deutschlands Radsportlerinnen und Radsportler mit Behinderung auf der zweiten Station des Paracycling-Weltcups in Yverdon les Bains (Schweiz) gefeiert. Nicht zu bezwingen waren vor allem Hans-Peter Durst (Dortmund) und Michael Teuber (Dietenhausen).

Sowohl im Zeitfahren als auch im Straßenrennen rasten die beiden deutschen Radsportler auf und davon und ließen der Konkurrenz keine Chance. Doch nicht nur die beiden Routiniers hatten Grund zum Jubeln, auch Dorothee Vieth (Hamburg) im Zeitfahren sowie Silke Pan (Bonn) und Jana Majunke (Cottbus) im Straßenrennen schafften es ganz nach oben aufs Treppchen.

Weitere Podestplatzierungen im Zeitfahren von Erich Winkler (2./Geisenhausen), Thomas Schäfer (2./Wernigerode), Majunke (2.), Pan (3.), Bernd Jeffré (3./Barmissen) und Kerstin Brachtendorf (3./Ettringen) sowie im Straßenrennen von Denise Schindler (2./Dachau), Steffen Warias (2./Tübingen), Andrea Eskau (3./Elsdorf), Yvonne Marzinke (3./München) und Winkler (3.) rundeten das überragende Abschneiden des deutschen Teams ab.

Vor allem Hans-Peter Durst und Michael Teuber präsentierten sich bei ihren Doppelsiegen in Topform. Teuber gelang bei seinem Sieg im Zeitfahren sogar eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 43,2 km/h. „Das ist der schnellste jemals gefahrene Schnitt in meiner Startklasse“, freut sich Teuber über seine rasante Fahrt auf flacher Strecke.

Auch beim Straßenrennen triumphierte der 47-Jährige – das ist ihm bei einem „großen“ Rennen zuletzt bei seinem WM-Sieg 2011 gelungen. „Dabei war es eine sehr anspruchsvolle, bergige Strecke mit zahlreichen Höhenmetern bei regnerischem Wetter“, berichtet Teuber. Es sei eine der schwersten Strecken gewesen, die er je gefahren ist. Umso größer der Jubel beim Doppelsieger, der den Weltcup zur Halbzeit anführt – nur gut neun Monate nach seinem Beinbruch. „Ich bin besser in Form als je zuvor. Das ist Wahnsinn.“

Überglücklich war auch Hans-Peter Durst. Nach seinem Sieg im Zeitfahren zeigte der 57-Jährige auch im Straßenrennen seine Klasse. „Dauerregen, viele Höhenmeter und ständige Attacken meiner starken, jungen Konkurrenten“, schildert der Routinier, dessen abgesprochene Taktik allerdings aufgegangen ist. Am letzten Anstieg startete Durst den finalen Ausreißversuch und schüttelte seine Verfolger dabei ab. „Es hat geklappt – ein Traum. Das war ein tolles Rennen, wenn auch sicher mein schwerstes im Paracycling“, sagt der Dortmunder.

Weiter geht es mit dem Heim-Weltcup in Elzach (24. bis 26. Juli), anschließend folgt die Weltmeisterschaft in Notwill/Schweiz (30. Juli bis 2. August). Der vierte und letzte Weltcup steigt vom 11. bis 13. September in Pietermaritzburg (Südafrika).

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