Ramona Brussig gewinnt Bronze im Judo

Ramona Brussig_Quelle DOSB
Foto: DOSB

„Ich bin überglücklich mit Bronze“, freut sich Ramona Brussig. Die sehbehinderte Judoka aus Schwerin ist im Rahmen der ersten Europaspiele in Baku (Aserbaidschan) angetreten und hat sich dabei achtbar verkauft. Im Halbfinale musste sich die 38-Jährige nur der späteren Siegerin Inna Cherniak (Ukraine) geschlagen geben und belegte somit Rang drei in einem ungewohnten Teilnehmerfeld. Schließlich startete Ramona Brussig diesmal in einer höheren Gewichtsklasse (bis 57 Kilogramm) statt in ihrer gewohnten Klasse bis 52 Kilogramm. „Es ist doch ein ziemlicher Unterschied und für mich ergeben sich dadurch nur Nachteile. Hinzu kam, dass man sich über die EM 2013 und die WM 2014 für die Teilnahme qualifizieren musste, so dass hier in Baku nur die besten Kämpferinnen Europas auf der Matte waren. Daher bin ich sehr zufrieden“, resümiert die mehrfache Siegerin bei Paralympics, Welt- und Europameisterschaften.

Zum ersten Mal überhaupt waren blinde sowie sehbehinderte Sportlerinnen und Sportler im Judo vollkommen in die Wettkämpfe in einem solchen Rahmen integriert und starteten bei den Frauen und Männern jeweils in einer Gewichtsklasse (57 bzw. 90 Kilogramm). Es war zudem die einzige Sportart bei den Europaspielen, in denen sich Athleten mit Handicap präsentieren durften. „Ich kann nur Gutes berichten. Das Interesse war spürbar und unser Sport wurde richtig gut aufgenommen. Die Organisation war bestens, die Stimmung super“ berichtet Ramona Brussig, die von Trainer Stefan Saueressig begleitet wurde, und ergänzt: „Ich darf mich glücklich schätzen, bei den ersten Europaspielen eine Medaille mit nach Hause zu nehmen. Es war etwas ganz Besonderes.“ Allerdings sei dieses spezielle Erlebnis nur eine Zwischenstation gewesen. Im November steigen die Europameisterschaften und 2016 natürlich die Paralympics in Rio. Dort möchte Ramona Brussig ihre Titel in ihrer Gewichtsklasse verteidigen – und wieder ganz nach oben aufs Treppchen.

 

Weitere Artikel

Stefan Kiefer wird neuer Generalsekretär des DBS

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bekommt einen neuen Generalsekretär: Der 56-jährige Stefan Kiefer übernimmt die Position im Sommer 2022 und folgt damit auf Torsten Burmester,...

Messevorschau REHAB 2022

Vom 23. bis 25. Juni 2022 öffnet die REHAB bereits zum 21. Mal ihre Tore. Rund 350 Ausstellende aus insgesamt 18 verschiedenen Ländern werden...

Gemeinsam für den wissenschaftlichen Fortschritt

Durch technologische Innovation kann die Lebensqualität von Menschen verbessert werden, die auf Prothesen angewiesen sind. Der Össur- und Ottobock-Research Trust Fund wurde an der...

Soziale Medien

0NachfolgerFolgen

Letzte Beiträge