Rolling Chocolate siegen denkbar knapp mit Herzschlagfinale

Rolling Chocolate siegen knapp gegen Ulm
Mit Standing Ovations wurden die Spieler nach dem Sieg gegen Ulm gefeiert. Foto: Dominik Borg

Das heißerwartete Duell um den 3. Platz in der 2. Rollstuhlbasketballbundesliga Süd hielt was es versprach. Höchstspannung pur bis zur letzten Sekunde in einem Match, das nicht unbedingt rund für die Hausherren lief, die jedoch mit viel Kampf und Willen den Sieg letztendlich erzwangen. Die Rolling Chocolate starteten gut ins Spiel und konnten das erste Viertel mit 12:7 für sich entscheiden. Im weiteren Verlauf wurden die Gäste, die nur mit 7 Spielern angereist waren, etwas stärker und punkteten immer wieder leicht gegen die verunsichert wirkende Chocolate-Defense. In dieser Phase spielten beide Teams mit offenem Visier und einem besseren Ende für die Domstädter aus Ulm, die das zweite Viertel mit 19:21 für sich entschieden.

Nach der Pause fanden die Hausherren wieder etwas besser ins Spiel und setzten die Gäste mit Aggressivität und einer hervorragenden Wurfquote unter Druck, verpassten es allerdings durch immer wiederkehrende leichte Fehler in der Defense, sich entscheidend absetzen zu können. Im letzten Viertel holten die Gäste noch einmal alles aus sich heraus und übernahmen kurz vor Ende die Führung. Die Schlussminute hatte es in sich. Beim Stand von 59:60 für die Gäste vergaben die Rolling Chocolate einen Wurfversuch aus dem Halbfeld, was die Gäste allerdings nicht im Gegenzug verwerten konnten, bei noch 40 Sekunden auf der Uhr. Heidelberg ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, baute absolut cool den nächsten Angriff auf und schloss mit einem erfolgreichen Halbdistanzwurf ab – 61:60! Im letzten Angriff des Spiels zeigten die Ulmer Nerven, und so landete der Wurfversuch des Aufbauspielers Patrick Dorner in den Armen von Andre Hopp, und die Rolling Chocolate siegten mit einem Punkt Vorsprung in diesem denkwürdigen Spiel.

Man of the Match war Johannes Ernst, der mit einer starken kämpferischen Leistung und insgesamt 19 Punkten bester Werfer der Heidelberger wurde. Leider verletzte er sich im Schlussviertel und musste mit einer schweren Gehirnerschütterung ins Heidelberger Krankenhaus eingeliefert werden. Wir wünschen gute Besserung!

Der Blick richtet sich jetzt bei den Rolling Chocolate auf das Restprogramm, das noch die Auswärtsspiele bei der SB DJK Rosenheim und den München Iguanas sowie das Nachholspiel in Frankfurt bereit hält, bevor am 19. März dann das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Rhine River Rhinos Wiesbaden die Saison vor heimischer Kulisse abschließen wird.

(ob/cs)

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