Zu Gast beim designierten Absteiger Jena Caputs

Rollstuhlbasketball
Dirk Köhler (#15) kann nicht wie beim Hinspiel im November
mitwirken. Foto: Armin Diekmann

Am Samstag um 19 Uhr treffen in der Werner-Seelenbinder-Halle von Jena zwei Rollstuhlbasketball-Welten aufeinander, wenn Tabellenführer RSV Lahn-Dill auf den designierten Absteiger Jena Caputs trifft. Das sieglose Schlusslicht der RBBL kann nur noch durch mehrere gleichzeitige sportliche Wunder gerettet werden, zu diesem würde zwingend auch ein Erfolg über den elfmaligen Titelträger aus Wetzlar gehören.

Realistisch planen die Jena Caputs unter Trainer Lars Christink, der selbst über viele Jahre das Trikot des RSV Lahn-Dill erfolgreich trug, bereits für den Gang in die 2. Bundesliga, wollen sich aber in den verbleibenden zwei Heimauftritten würdig aus der Beletage verabschieden. „Wir können nur frei aufspielen und dann unsere bestmögliche Leistung abrufen“, blickt der 42-jährige Christink voraus, räumt aber auch ein, dass alles andere als eine Niederlage eine Überraschung wäre.

Neben Trainer Christink gibt es zwei weitere Personalien, die die Verbindung zwischen den beiden Klubs aufzeigen. So spielte RSV-Talent Thomas Böhme vor seinem Engagement in Wetzlar zwei Jahre für das Team von der Saale, während auf der anderen Seite Jenas Center Jeff Watson der Cousin von RSV-Legende Joey Johnson ist. Doch auch der Kanadier konnte nicht verhindern, dass die Offensive der Caputs die schwächste der Liga ist und damit vielleicht der Knackpunkt in Sachen gescheitertem Klassenerhalt. Topscorer bei den Thüringern ist der ehemalige U22-Nationalspieler Andy Ortmann, der durchschnittlich 12,0 Punkte für seine Farben erzielen kann. Der Ex-Zwickauer Eric Zinke (8,0 Zähler), Jeff Watson (7,6) und Marcus Kietzer (7,2) folgen auf den Plätzen.

Nach zwei Niederlagen im Januar darf sich dagegen der Gast aus Mittelhessen am Samstagabend in Jena keine Blöße geben. „Wir werden in Richtung Playoffs in den kommenden Wochen mit Vollgas versuchen uns auf die entscheidenden Partien vorzubereiten“, so RSV-Trainer Nicolai Zeltinger, der in Jena auf Routinier Dirk Köhler verzichten muss. Nach dem letzten Heimspiel gegen Trier ist dessen Verletzung im Halsbereich wieder aufgebrochen, so dass sich das Urgestein des Klubs wahrscheinlich einer stationären Reha unterziehen muss, ehe er an kommende sportliche Aufgaben denken kann.

Dennoch gilt für den RSV vor allem seine zuletzt kriselnde Trefferquote aus der Mitteldistanz in der Werner-Seelenbinder-Halle zu stabilisieren, um sich hier vor den abschließenden Partien wieder die nötige Sicherheit zu holen. Und genau dies haben sich Kapitän Michael Paye & Co. für den Samstag, neben dem erneuten Test weiterer Aufstellungsvarianten, fest vorgenommen.

RBBL, 16. Spieltag: Goldmann Dolphins Trier – Köln 99ers, FCK Rolling Devils – BSC-Rollis Zwickau, Jena Caputs – RSV Lahn-Dill, Roller Bulls St. Vith – Mainhatten Skywheelers (alle Sa.), RSB Team Thüringen – BG Baskets Hamburg (So.).

Andreas Joneck

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