Deutsche Kontinenz Gesellschaft vergibt erstmals Nachwuchspreis

Nachwuchspreis Deutsche Kontinenz Gesellschaft
Antonia Kriegmair (2.v.l.) und Dr. Angelika Kaminsky (2.v.r.) erhielten den Nachwuchspreis. Sie werden umrahmt von Dr. Franz Raulf (Vorstand Deutsche Kontinenz Gesellschaft), den beiden Tagungspräsidentinnen aus München PD Dr. Ricarda Bauer und Prof. Ursula Peschers (Mitte) sowie Prof. Christl Reisenauer, Zweite Vorsitzende der Fachgesellschaft (re.) Foto: Millich

Forschung und Weiterbildung sind zwei wichtige Betätigungsgebiete der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. Denn immer lauter werden die Mahnungen, dass eine Nachwuchsförderung in Zeiten eines absehbaren Medizinermangels dringend notwendig ist. Doch wie schafft man Anreize auch für wissenschaftliche Tätigkeit? Eine Antwort darauf sind die neuen Nachwuchspreise der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, die jetzt erstmals auf dem Jahreskongress in München vergeben wurden. Sie richten sich ausschließlich an junge Talente unter 35 Jahren.

Der mit 1250 Euro dotierte erste Preis ging an Antonia Kriegmair aus München für ihre Arbeit „Auswirkungen der Adipositaschirurgie auf die Beckenbodenfunktionsstörungen bei Frauen und Männern.“

Die Jury, bestehend aus dem Vorstand der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, entschied sich, Dr. Angelika Kaminsky aus Mönchengladbach mit dem zweiten Nachwuchspreis zu bedenken. Sie erhält 750 Euro für ihre Arbeit „Einnässen im Kindes- und Jugendalter: Monozentrische Erfahrung bei etwa 4.000 Patienten – Eine retrospektive Analyse der ersten 700 Fälle.“

Professor Christl Reisenauer, 2. Vorsitzende der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, lobte in ihrer Laudatio die hohe Qualität aller eingereichten Arbeiten. „Bleiben sie dran. Machen sie so weiter“, lautet ihre Aufforderung an junge Wissenschaftler. Auch im kommenden Jahr werden Nachwuchspreise vergeben – dann auf dem Jahreskongress in Baden-Baden.

Unterstützt wurde die Deutsche Kontinenz Gesellschaft aus den Reihen ihres Förderkreises. Die COLOPLAST GmbH stiftete die Preisgelder.

Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V. hat es sich als gemeinnützige, medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft seit 1987 zur Aufgabe gemacht, Inkontinenz aus der Tabuzone zu holen und  den Weg frei zu machen für eine verbesserte Diagnose, Behandlung und Prävention von Harn- und Stuhlinkontinenz. Beraten wird die Gesellschaft durch einen interdisziplinären Expertenrat aller betroffenen Fachrichtungen. Mit der Zertifizierung von ärztlichen Beratungsstellen sowie Kontinenz- und Beckenboden-Zentren und der Veranstaltung von Fortbildungen trägt die Deutsche Kontinenz Gesellschaft maßgeblich zur Qualitätssicherung in der Behandlung und Beratung von Menschen mit Inkontinenz bei.

 www.kontinenz-gesellschaft.de

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