ReWalk Robotics erschließt neue Zielgruppen

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Den starren Systemen für Patienten mit Rückenmarksverletzung sollen flexible Exoskelette folgen. Mit der Marktreife rechnet ReWalk noch vor 2019. Foto: AWS

ReWalk Robotics, der laut eigenen Angaben führende Entwickler und Hersteller von Exoskeletten, hat sich in der Vergangenheit vor allem mit Gehapparaten für Patienten mit einer Rückenmarksverletzung einen Namen gemacht. Nun will ReWalk mit sogenannten „Soft Suit“-Systemen weitere Zielgruppen erschließen, im Fokus stehen Schlaganfallpatienten, ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Patienten mit Multipler Sklerose (MS).

Die Mehrheit der Schlaganfall- und MS-Patienten und ebenso ältere Menschen brauchen keine Unterstützung der Struktur durch ein starres Exoskelett-System, wie man es derzeit am Markt für Personen mit einer Verletzung des Rückenmarks erhalten kann, erklärt ReWalk in einer Pressemeldung. Die Prototypen des „Soft Suit“ übertragen die Kraft an Schlüsselgelenke an den Beinen mithilfe von Kabeltechniken, die mit Software und Mechanik betrieben wird, die mit denjenigen Techniken vergleichbar sind, die im ReWalk-System zur Anwendung kommen. Die Kabel sind mit den auf Stoffbasis entwickelten Materialien verbunden, die an den Beinen und am Fuß anliegen, weswegen der Name „Soft Suit“ gewählt wurde, erklärt ReWalk weiter.

Um die Entwicklung voranzutreiben, hat sich ReWalk das „Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering“ der Harvard University mit ins Boot geholt. Konkret geht es bei der Zusammenarbeit um die Lizenzierung von geistigem Eigentum (Patente) und die Entwicklung von Konzepten und Designs von Technologien für Exoskelett-Systeme. „Diese Zusammenarbeit wird dabei helfen, die nächste Generation der Exoskelett-Systeme zu erschaffen, wodurch eine lebensverändernde Technik für Millionen von Verbrauchern unter einer ganzen Reihe von Patientengruppen zur Verfügung steht“, sagte Larry Jasinski, CEO von ReWalk.

Erste Studien sollen erfolgsversprechende Ergebnisse erbracht haben. ReWalk will gemeinsam mit dem Wyss Institute an der Weiterentwicklung von leichten Designs arbeiten, um die klinischen Studien abzuschließen, Genehmigungen durch die Behörden weiter zu verfolgen und die Systeme auf der ganzen Welt auf den Markt bringen.

Als erstes kommerzielles Anwendungsgebiet werden voraussichtlich Schlaganfälle infrage kommen, gefolgt von MS und anschließend weiteren Anwendungen. In den USA gibt es schätzungsweise drei Millionen Schlaganfallpatienten mit Beeinträchtigungen der unteren Gliedmaßen und annähernd 400.000 Personen mit Multipler Sklerose.

ReWalk rechnet mit einer Marktreife noch vor 2019.

AWS/PM

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