Anna Schaffelhuber gewinnt in der Superkombination ihren zweiten WM-Titel

Andrea Rothfuss. Foto: Ralf Kuckuck / DBS

Gold, Silber und Bronze: Das deutsche Team hat bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft im italienischen Tarvisio in der Superkombination mit starken Leistungen einen kompletten Medaillensatz eingefahren. Anna Schaffelhuber holte nach dem Abfahrts-Gold zum Auftakt ihren zweiten WM-Titel, Andrea Rothfuss erreichte den zweiten Rang und Anna-Lena Forster freute sich über Bronze und damit ihre erste Medaille bei dieser WM.

Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber (TSV Bayerbach / Damen sitzend) demonstrierte erneut ihre gute Form und jubelte nach zwei starken Läufen über ihr zweites Gold in Italien. Die 24-Jährige führte bereits nach dem Super-G deutlich und ließ im Slalom nichts mehr anbrennen. In beeindruckender Manier fuhr die querschnittgelähmte Bayerbacherin in 2:00,27 Minuten zum zweiten Titel und blieb deutlich vor ihrer österreichischen Konkurrentin Claudia Lösch. Fast hätte es sogar einen deutschen Doppelsieg gegeben. Allerdings verpasste Anna-Lena Forster (BRSV Radolfzell) die Silbermedaille um gut sechs Zehntel. Nach dem ersten Lauf hatte die 21-Jährige noch auf Rang vier gelegen, holte dann aber im Slalom mächtig auf und sicherte sich mit Laufbestzeit die Bronzemedaille.

Mit 50,27 Sekunden war sie im zweiten Lauf sogar schneller unterwegs als ihre siegreiche Teamkollegin – das verspricht ein spannendes Duell mit Anna Schaffelhuber beim abschließenden Slalom am Dienstag. „Anna hatte eine gute Ausgangsposition und einen komfortablen Vorsprung, so dass sie im Slalom taktisch gefahren ist. Für Anna-Lena freut mich die Medaille ebenfalls sehr, sie kann jetzt in ihren starken Disziplinen ganz befreit fahren“, sagt Bundestrainer Justus Wolf.

Drittes Rennen, dritte Edelmetall – den Medaillensatz komplettiert hat Andrea Rothfuss (VSG Mitteltal) in der Startklasse Damen stehend. Nach Platz drei im Super-G kämpfte sich die 27-Jährige im Slalom noch zu Silber. Sie musste sich erneut nur der Französin Marie Bochet geschlagen geben, die in beiden Läufen die schnellste Zeit fuhr und ihren dritten Titel holte. Rothfuss blieb in 2:03,13 Minuten 2,5 Sekunden dahinter. Seine Titelverteidigung in der Superkombination verpasst hat hingegen Monoskifahrer Georg Kreiter (31 / RSV Murnau / Herren sitzend), der bereits im ersten Durchgang ausschied. „Er hat seine Stärken in den technischen Disziplinen und am Montag die nächste Chance, seinen Titel im Riesenslalom zu verteidigen“, betont Justus Wolf. Nach drei von fünf Wettkampftagen hat das deutsche Team bereits zweimal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze gewonnen. Weiter gehen die Wettkämpfe der rund 140 Sportlerinnen und Sportler aus 30 Ländern am kommenden Montag mit der Superkombination.

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